• 27.02.2014, 12:10:46
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WKÖ-Schenner zur Wintersaison: Halbzeit-Winterbilanz bringt durchwachsenes Ergebnis

Milder Winter und fehlende Winterstimmung in den Herkunftsmärkten bescherte Nächtigungsminus im Jänner

Utl.: Milder Winter und fehlende Winterstimmung in den
Herkunftsmärkten bescherte Nächtigungsminus im Jänner =

Wien (OTS/PWK114) - Nach einem sehr erfreulichen Dezember-Ergebnis
gab es nun im Jänner 2014 - nach dem Februar der zweitwichtigste
Wintermonat hinsichtlich des Nächtigungsanteils - ein Minus von 3,3
Prozent auf 13,87 Mio. Nächtigungen zu verzeichnen, wie die Statistik
Austria heute, Donnerstag, mitteilte. Sowohl die in- als auch die
ausländischen Gästenächtigungen gingen im Vergleich zum Jänner 2013
um 1,2 Prozent auf 2,62 Mio. bzw. um 3,8 Prozent auf 11,25 Mio.
Nächtigungen zurück. Durch die positiven Ergebnisse der Monate
November und Dezember 2013 zeigt die Halbzeit-Bilanz der laufenden
Wintersaison dennoch ein leichtes Plus von 0,4 Prozent auf 28,83 Mio.
Nächtigungen (November 2013 bis Jänner 2014). Der Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, bringt es auf den
Punkt: "Mit Ausnahme von Kärnten und Osttirol gab es dank Beschneiung
zwar überall genug Schnee zum Skifahren, aber leider zu wenig Schnee
für richtige Winterstimmung. Wichtig wäre es für uns gewesen, dass es
in unseren Herkunftsmärkten und in den Ballungsräumen schneit, denn
erst dann kommt Winterstimmung auf." Vor allem für das Tagesgeschäft
war das Stimmungstief auch nachteilig, so Schenner.

Auswirkungen hatte dies im Jänner, so Schenner, vor allem auf die
wichtigsten Herkunftsmärkte Deutschland, wo die Nächtigungen im
Jänner um 3,1 Prozent zurückgingen sowie die Niederlande, wo gar ein
Minus von 13 Prozent verzeichnet wurde. Das Minus konnte auch nicht
durch die Zuwächse anderer Herkunftsmärkte wie Russland (+1,2
Prozent), Schweiz (+3,4 Prozent) oder Italien (+5,7 Prozent)
kompensiert werden.

Schenner: Milder Winter hat auch positive Auswirkungen für
Tourismus

Dennoch sieht der WKÖ-Tourismussprecher durch den milden Winter
nicht nur Nachteile für den Tourismus: "Für sonnenverwöhnte Gäste war
und ist das Wetter ideal. Wer es genießt, in der Sonne Ski zu fahren
und dann noch ein Apres-Ski im Freien genießen möchte, hat heuer
tolle Voraussetzungen." Aber auch für klassische Erholungsurlauber,
die nicht wegen des Wintersports kommen, bringe der frühe
Frühlingsbeginn einen Mehrwert im Urlaub.

Profitieren könne, so Schenner, auch der Städtetourismus, wo
bereits mit Ende der Adventmärkte das Winterthema großteils abgehakt
wurde. "Kalte Zehen sind für Touristen in der Stadt nur mit Glühwein
und Keksen lustig, sonst schon gar nicht", zeigt sich Schenner
überzeugt. Unterstrichen wird das von einem Rekord- Ergebnis in Wien,
wo die Nächtigungen im Jänner um knapp 10 Prozent (9,9 Prozent) oder
Plus 67.000 Nächtigungen auf ein Alltime-High kletterten. Mit 741.000
Übernachtungen wurde sogar erstmals die 700.000-er-Grenze
überschritten. Die Landeshauptstädte machten 2013 mit 19,4 Mio.
Nächtigungen insgesamt 14,6 Prozent der Gesamtnächtigungen in
Österreich aus. Der Anteil der Nächtigungen ausländischer Gäste liegt
mit 76 Prozent leicht über dem österreichweiten Durchschnitt (73
Prozent). "In den Städten dominieren mittlerweile Gäste aus
Deutschland, USA, Italien und Russland während österreichweit neben
dem Hauptmarkt Deutschland, die Niederländer, Schweizer und Briten
die Liste der nächtigungsstärksten Herkunftsmärkte anführen", erklärt
Schenner.

Eine Prognose für die restliche Wintersaison ist dem
WKÖ-Tourismussprecher in diesem Jahr nicht zu entlocken. "Das kann
diesmal keiner so genau sagen, nicht einmal ich", so Schenner
abschließend.
Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für
über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie,
Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und
Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5.
Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von
Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet
eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das
sind mehr als 15 Prozent des BIP. (ES)

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