WKÖ-Schenner zur Wintersaison: Halbzeit-Winterbilanz bringt durchwachsenes Ergebnis

Milder Winter und fehlende Winterstimmung in den Herkunftsmärkten bescherte Nächtigungsminus im Jänner

Wien (OTS/PWK114) - Nach einem sehr erfreulichen Dezember-Ergebnis gab es nun im Jänner 2014 - nach dem Februar der zweitwichtigste Wintermonat hinsichtlich des Nächtigungsanteils - ein Minus von 3,3 Prozent auf 13,87 Mio. Nächtigungen zu verzeichnen, wie die Statistik Austria heute, Donnerstag, mitteilte. Sowohl die in- als auch die ausländischen Gästenächtigungen gingen im Vergleich zum Jänner 2013 um 1,2 Prozent auf 2,62 Mio. bzw. um 3,8 Prozent auf 11,25 Mio. Nächtigungen zurück. Durch die positiven Ergebnisse der Monate November und Dezember 2013 zeigt die Halbzeit-Bilanz der laufenden Wintersaison dennoch ein leichtes Plus von 0,4 Prozent auf 28,83 Mio. Nächtigungen (November 2013 bis Jänner 2014). Der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, bringt es auf den Punkt: "Mit Ausnahme von Kärnten und Osttirol gab es dank Beschneiung zwar überall genug Schnee zum Skifahren, aber leider zu wenig Schnee für richtige Winterstimmung. Wichtig wäre es für uns gewesen, dass es in unseren Herkunftsmärkten und in den Ballungsräumen schneit, denn erst dann kommt Winterstimmung auf." Vor allem für das Tagesgeschäft war das Stimmungstief auch nachteilig, so Schenner.

Auswirkungen hatte dies im Jänner, so Schenner, vor allem auf die wichtigsten Herkunftsmärkte Deutschland, wo die Nächtigungen im Jänner um 3,1 Prozent zurückgingen sowie die Niederlande, wo gar ein Minus von 13 Prozent verzeichnet wurde. Das Minus konnte auch nicht durch die Zuwächse anderer Herkunftsmärkte wie Russland (+1,2 Prozent), Schweiz (+3,4 Prozent) oder Italien (+5,7 Prozent) kompensiert werden.

Schenner: Milder Winter hat auch positive Auswirkungen für Tourismus

Dennoch sieht der WKÖ-Tourismussprecher durch den milden Winter nicht nur Nachteile für den Tourismus: "Für sonnenverwöhnte Gäste war und ist das Wetter ideal. Wer es genießt, in der Sonne Ski zu fahren und dann noch ein Apres-Ski im Freien genießen möchte, hat heuer tolle Voraussetzungen." Aber auch für klassische Erholungsurlauber, die nicht wegen des Wintersports kommen, bringe der frühe Frühlingsbeginn einen Mehrwert im Urlaub.

Profitieren könne, so Schenner, auch der Städtetourismus, wo bereits mit Ende der Adventmärkte das Winterthema großteils abgehakt wurde. "Kalte Zehen sind für Touristen in der Stadt nur mit Glühwein und Keksen lustig, sonst schon gar nicht", zeigt sich Schenner überzeugt. Unterstrichen wird das von einem Rekord- Ergebnis in Wien, wo die Nächtigungen im Jänner um knapp 10 Prozent (9,9 Prozent) oder Plus 67.000 Nächtigungen auf ein Alltime-High kletterten. Mit 741.000 Übernachtungen wurde sogar erstmals die 700.000-er-Grenze überschritten. Die Landeshauptstädte machten 2013 mit 19,4 Mio. Nächtigungen insgesamt 14,6 Prozent der Gesamtnächtigungen in Österreich aus. Der Anteil der Nächtigungen ausländischer Gäste liegt mit 76 Prozent leicht über dem österreichweiten Durchschnitt (73 Prozent). "In den Städten dominieren mittlerweile Gäste aus Deutschland, USA, Italien und Russland während österreichweit neben dem Hauptmarkt Deutschland, die Niederländer, Schweizer und Briten die Liste der nächtigungsstärksten Herkunftsmärkte anführen", erklärt Schenner.

Eine Prognose für die restliche Wintersaison ist dem WKÖ-Tourismussprecher in diesem Jahr nicht zu entlocken. "Das kann diesmal keiner so genau sagen, nicht einmal ich", so Schenner abschließend.
Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP. (ES)

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