Ärztekammer zu Datenleck: Pannen auch bei ELGA möglich

Wechselberger: Bürger sollen selbst über Teilnahme entscheiden - Unsicherheiten nie ausgeschlossen

Wien (OTS) - Das massive Datenleck beim Bundesinstitut für Bildungsforschung sei symptomatisch für die Fehleranfälligkeit digitaler Datenspeicherungen und müsse im Hinblick auf ELGA als Warnung dienen. Das sagte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, am Donnerstag in einer Aussendung. Die zahlreichen Pannen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass kein System absolut sicher und unangreifbar sein könne.

Unter der Voraussetzung dieser symptomatischen Anfälligkeit von IT-Systemen plädiert Wechselberger einmal mehr dafür, die Widerspruchsregelung (Opt-Out) bei ELGA durch eine dezidierte Zustimmung zur Teilnahme (Opt-In) zu ersetzen.

"Die Bürger können so nach entsprechender Aufklärung selbst aktiv werden und entscheiden, ob sie ihre Daten aus der Hand geben wollen", betonte Wechselberger. Auch optimaler Datenschutz könne Unsicherheiten nie ganz ausschließen. Wechselberger: "Es muss den Bürgern möglich sein, individuell abzuwägen, ob potenzielle Sicherheitslücken den Nutzen der Datenverfügbarkeit via ELGA rechtfertigen oder nicht." (slv)

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