FPÖ-Walter Rosenkranz: Multiples Organversagen bei Burgtheater führte zu jetziger Katastrophe

Aufsichtsrat hat geschlafen/ Bundestheater-Holding-Struktur obsolet geworden

Wien (OTS) - Fassungslos ist der freiheitliche Kultursprecher NAbg. Walter Rosenkranz angesichts der Aussagen des Wirtschaftsprüfers Martin Wagner im "Presse"-Interview: "Schon bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2011/12 hat die KPMG Unregelmäßigkeiten, wie Verstöße gegen das Vier-Augen-Prinzip, fehlende Belege etc. festgestellt und dies auch dem Burgtheater-Aufsichtsrat mitgeteilt. Trotzdem ist rein gar nichts geschehen."

Laut Geschäftsbericht 2011/12 gehörten dem Aufsichtsrat damals auch prominente Namen wie Heide Schmidt von den NEOS oder der Generaldirektor der Casinos Austria AG sowie des Österreichischen Olympischen Comité Karl Stoss an. "Man fragt sich, was diese Herrschaften dort eigentlich machen: Der Wirtschaftsprüfer Wagner hat eindeutig darauf hingewiesen, dass der Aufsichtsrat jede erdenkliche Information hätte anfordern können und dass die Missstände jedem hätten auffallen müssen." Die einzige Reaktion des Aufsichtsrates sei jedoch anscheinend der Rücktritt von Stoss gewesen. "Als Aufsichtsrat hätten er und seine Kollegen aber Alarm schlagen müssen, anstatt sich davonzustehlen. Zumindest von Herrn Stoss hätte man sich ja diesbezüglich Kompetenz erwarten können", so Rosenkranz. Dass andererseits Personen wie NEOS-Gründerin Heide Schmidt dafür unqualifiziert seien, hätten die Ereignisse ja klar gezeigt.

Rosenkranz: "Der Kulturbericht, den das BMUKK jährlich an das Parlament übermittelt, ist damit auch nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem er steht, er dient offensichtlich nicht dazu, Transparenz zu schaffen, sondern zur Beschwichtigung des Parlaments." Nun habe die Burgtheater GmbH zwar eine Prüfung der Geschäftsfälle in der Verantwortung der entlassenen kaufmännischen Geschäftsführerin Stantejsky veranlasst. Die Frage, ob nicht auch Burg-Direktor Hartmann oder Bundestheater-Holding-Chef Springer etwas bemerken hätten müssen, werde aber wieder ignoriert. "Damit haben wir bereits den nächsten Skandal. Wozu sonst ist die Holding überhaupt noch da, wenn sie unfähig oder zumindest unwillens ist, für die Gebarungen ihrer Häuser die Verantwortung zu übernehmen? Was die ganze Angelegenheit jedenfalls auch gezeigt hat, ist, dass sich die bestehende Struktur mit der Bundestheater-Holding eindeutig überlebt hat. Die Holding gehört abgeschafft", so Rosenkranz.

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