- 27.02.2014, 09:30:33
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Darmkrebsmonat März: "Vermeiden statt Leiden."
Das neue Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge 2014

Utl.: Das neue Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge 2014 =
Wien (OTS) - Rund 5.000 Menschen erkranken in Österreich jährlich an
Darmkrebs, 3.000 sterben daran. Das wäre weitgehend vermeidbar: Die
Darmspiegelung, eine mittlerweile völlig schmerzfreie Untersuchung,
sollte für Frauen und Männer ab 50 Pflichttermin für die
Darmkrebsvorsorge sein. Um die Sicherheit und Qualität der Koloskopie
zu erhöhen, vergibt die Österreichische Gesellschaft für
Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) in Zusammenarbeit mit dem
Hauptverband der Sozialversicherungsträger das "Qualitätszertifikat
Darmkrebsvorsorge". Es werden jene endoskopierende Stellen
ausgezeichnet, die die vorgeschriebenen Qualitätsrichtlinien
einhalten. Im Jahr 2014 stehen österreichweit 207 zertifizierte
Untersuchungsstellen bei niedergelassenen Ärzten und Spitälern zur
Verfügung.
Falsche Ernährung, Übergewicht, chronisch entzündliche
Erkrankungen der Darmschleimhaut und Rauchen sind die wichtigsten
Risikofaktoren für die Entstehung von Darmkrebs. Diese "Sünden"
machen sich vor allem im Alter bemerkbar: Ab 50 steigt mit
zunehmendem Alter das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.
Dickdarmkrebs unterscheidet sich von allen anderen Krebserkrankungen
in einem ganz wesentlichen Punkt: In mehr als 90 % aller Fälle sind
vor der Entstehung des Karzinoms viele Jahre hindurch Vorstufen in
Form von zunächst gutartigen Darmpolypen nachweisbar. Die konsequente
Aufspürung und Entfernung dieser Polypen im Rahmen der Darmspiegelung
könnte 90 % der Erkrankungen verhindern.
"Wenn Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr alle 7-10 Jahre eine
Darmspiegelung durchführen ließen, könnten mögliche Polypen sofort
erkannt und abgetragen werden und dadurch die Entstehung von
Darmkrebs vermieden werden," so Univ.Doz.Dr. Werner Weiss,
Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie.
"Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken steigt ab dem 50. Lebensjahr
stark an. Daher empfiehlt die Österreichische Krebshilfe, die
Vorsorgeprogramme in diesem Lebensalter zu starten," so Sevelda. Seit
2005 steht die Vorsorgekoloskopie für Patienten ab 50 zur Verfügung.
"Sanfte" Koloskopie
Bei vielen Menschen ist die Darmspiegelung als unangenehm und
schmerzhaft "verrufen". Seit der Einführung der "sanften" Koloskopie
ist die Untersuchung dank dem Einsatz einer Prämedikation
(Kurzanästhesie) schmerzfrei. Mittlerweile kann man bei mehr als der
Hälfte aller Stellen, die in Österreich die Koloskopie anbieten,
diese Untersuchung erhalten. Und das ohne Zusatzkosten.
Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge
Um die Sicherheit und Qualität der Koloskopie zu erhöhen, vergibt
die ÖGGH seit Mai 2007 das "Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge".
Die steigenden Teilnehmerzahlen an diesem Projekt sprechen für sich:
Im Jahr 2014 stehen den Versicherten österreichweit bereits 207
zertifizierte Untersuchungsstellen bei niedergelassenen Ärzten und
Spitälern zur Verfügung. Alle Stellen mit Qualitätszertifikat sind in
der neu aufgelegten Broschüre "Darmkrebsvorsorge" der Krebshilfe
aufgelistet sowie unter www.krebshilfe.net und
www.oeggh.at/zertifikat/ abrufbar.
Kriterien für das Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge
- Ausreichende Erfahrung der Untersucher
- Fähigkeit, Polypen in einem Untersuchungsgang abzutragen
- das Angebot der "sanften Koloskopie"
- die Verwendung von Waschmaschinen zur Gerätedesinfektion
- Hygienekontrollen
Krebshilfe-Broschüre "Darmkrebsvorsorge"
Die neue Krebshilfe-Broschüre "Darmkrebsvorsorge" informiert
ausführlich über die mögliche Vermeidung und Früherkennung von
Darmkrebs. Darüber hinaus sind auch die Adressen der
Koloskopiestellen mit Qualitätszertifikat aufgelistet. Die kostenlose
Broschüre steht zum Download unter www.krebshilfe.net und kann unter
[email protected] angefordert werden.
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