- 26.02.2014, 12:41:47
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AUGE/UG Wahlauftakt: "Holen wir uns, was uns zusteht!"
Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen fordern deutliche Aufwertung von Sozial-, Bildungs- und Umweltberufen sowie gesetzlichen Mindestlohn
Utl.: Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen fordern
deutliche Aufwertung von Sozial-, Bildungs- und Umweltberufen
sowie gesetzlichen Mindestlohn =
Wien (OTS) - Für die AK-Wahlen in Wien zeigt sich Klaudia Paiha,
Spitzenkandidatin und Bundessprecherin der AUGE/UG - Alternative und
Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen
optimistisch: "Die AUGE/UG hat als einzige Fraktion in Vorarlberg,
Tirol wie Salzburg Stimmen und Mandate dazugewonnen. Es gibt ganz
offensichtlich Bedarf nach einer sozial-ökologischen, unabhängigen
Alternative zu den Parteifraktionen in der AK". Als Wahlziel nennt
Paiha eine Steigerung von 13 auf zumindest 15 Mandate.
Zwt.: AUGE/UG für gesetzlichen Mindestlohn als "absolute
Lohnuntergrenze"
Zentrale Themen des AUGE/UG-Wahlauftakts: Einkommens- und
Verteilungsgerechtigkeit. "Die Einkommenssituation der
ArbeitnehmerInnen hat sich nicht erst seit der Krise verschlechtert.
Die Reallöhne stagnieren seit über zehn Jahren, die Kaufkraft bei
NiedrigeinkommensbezieherInnen ist regelrecht weggebrochen,"
kritisiert Paiha. Die Gewerkschaften sollten endlich über ihren
Schatten springen und Initiativen für einen gesetzlichen Mindestlohn
setzen. "Die Höhe existenzsichernder Mindestlöhne darf keine Frage
der Branchenzugehörigkeit sein. Mieten sind zu zahlen egal ob man
einen guten oder schlechten Kollektivvertrag hat. Wir wollen einen
Mindestlohn von 8,70/Stunden und 1.508/Monat bei Vollzeit als
absolute Lohnuntergrenze, der jährlich entlang der KV-Ergebnisse
valorisiert wird."
Zwt.: Deutliche Aufwertung von Sozial-, Bildungs- und Umweltberufen
Zusätzlich fordern die Alternativen, Grünen und Unabhängigen
GewerkschafterInnen die deutliche Aufwertung von Sozial-, Bildungs-,
Gesundheits- und Umweltberufen: "Ausgerechnet jene Berufsgruppen, die
wichtige Arbeit für die Allgemeinheit leisten, sind besonders
schlecht entlohnt. Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich
verdienen bis zu 20 Prozent weniger als der Durchschnitt. Das muss
sich ändern". Gemeinsam sei diesen Berufsgruppen, dass sie Leistungen
für die öffentliche Hand erbringen und in hohem Ausmaß von der
öffentlichen Hand finanziell abhängig sein. Paiha: "Damit sind auch
von Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand insbesondere diese
Berufsgruppen, aber auch jene, die auf soziale Dienste und
entsprechende Einrichtungen angewiesen sind, besonders betroffen. Und
das, obwohl soziale Dienste, wie etwa die Pflege, immer wieder in
Sonntagsreden als Zukunftsbranchen bezeichnet werden.
Zwt.: Schluss mit dem Sparkurs - her mit Vermögenssteuern
Scharfe Kritik übt die AUGE/UG-Spitzenkandidatin daher am Sparkurs
der Regierung: "Wir brauchen zukunftsorientierte Investitionen statt
Sparpakete. Wir brauchen Vermögenssteuern - aus Gründen der
Steuergerechtigkeit und weil jene, deren Vermögen im Zuge der
Bankenpakete gerettet wurden, endlich ihren Beitrag leisten müssen.
Und weil wir Mittel für die steuerliche Entlastung der
ArbeitnehmerInnen und für beschäftigungsintensive Investitionen in
Soziale Dienste, Bildung und Klimaschutz sowie für Armutsbekämpfung
und den sozial-ökologischen Umbau unseres Wirtschaftssystems
brauchen. Dafür werden wir uns weiterhin in der AK stark machen",
schließt Paiha.
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