- 26.02.2014, 12:18:44
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AK Kärnten erkämpfte über 27 Millionen Euro für die Arbeitnehmer
Über 94.000 Anfragen im Rechtsschutz - AK zog 952 Mal vor Gericht
Utl.: Über 94.000 Anfragen im Rechtsschutz - AK zog 952 Mal vor
Gericht =
Klagenfurt (OTS) - 27,4 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer Kärnten
im Vorjahr mit ihrem kostenlosen Rechtsschutz in arbeits- und
sozialrechtlichen Fällen erstritten. Das sind um 13,3 Millionen Euro
mehr als noch im Jahr 2012. Hauptverantwortlich sind dafür die
zahlreichen Firmeninsolvenzen. "Ohne die Hilfe der AK wäre das Geld
für die Kärntner Arbeitnehmer verloren gewesen", sagte AK-Präsident
Günther Goach heute bei einem Pressegespräch. Die Zahl der Beratungen
ist um 19,4 Prozent auf 94.205 Anfragen gestiegen.
3.100 Mal hat die AK bei den Arbeitgebern interveniert und
Zahlungen in Höhe von 2,6 Millionen Euro erreicht. In 952 Fällen
musste der Weg vor Gericht beschritten werden. Das brachte den
Arbeitnehmern rund 2,2 Millionen Euro. Am häufigsten war die AK mit
Auflösungen von Dienstverhältnissen konfrontiert. "Gerade in
wirtschaftlich schlechten Zeiten nimmt die Zahl solcher Fälle
erfahrungsgemäß zu", erklärt der Leiter der Abteilung Arbeits- und
Sozialrecht, Richard Wohlgemuth. An zweiter Stelle liegen Anfragen zu
nicht bezahlten Löhnen, Sonderzahlungen, Überstunden,
Mehrarbeitsstunden, Zulagen und Prämien.
Stark gestiegen ist auch die Zahl der Auflösungen von
Dienstverhältnissen im Krankenstand. Im Vorjahr verloren 4.036
erkrankte Arbeitnehmer ihren Job. Das sind um über 15 Prozent mehr
als noch im Jahr 2012. Goach fordert deshalb ein gesetzliches
Kündigungsverbot im Krankenstand.
Sprunghaft angestiegen ist auch die Zahl der
Forderungsanmeldungen für Dienstnehmer nach Firmenpleiten. Der
Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA), ein gemeinsamer
Verein von AK und ÖGB, hat im Vorjahr 2.892 Dienstnehmer vertreten
und 22,6 Millionen Euro beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) geltend
gemacht. Im Jahr 2012 waren es noch 1.582 Dienstnehmer und 10,8
Millionen. In den vergangenen fünf Jahren hat der ISA fast 10.000
Arbeitnehmer nach Insolvenzen vertreten.
Zum Service der AK gehört auch die Beratung bei sozialrechtlichen
Fragen wie der Altersteilzeit, dem Krankengeld, bei Arbeitsunfällen,
Pensionsansuchen oder Pflegegeldeinstufungen. Im Vorjahr haben die
AK-Sozialrechtsexperten 1.137 Klagen neu eingebracht. In den meisten
Fällen, rund 800, ging es um abgelehnte Pensionsbescheide, circa 300
Mal wurde wegen Pflegegeldeinstufungen geklagt und die übrigen Fälle
betrafen Versehrtenrenten.
Anlässlich des heutigen Pressegesprächs wurde auch die
Fünf-Jahres-Bilanz des AK-Rechtsschutzes präsentiert. In diesem
Zeitraum hat die AK rund 103 Millionen für die Arbeitnehmer erkämpft.
Insgesamt haben die Experten 536.286 Anfragen bearbeitet. 5.358 Mal
ließen es die Unternehmen auf Klagen ankommen.
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