• 25.02.2014, 08:27:48
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KONSUMENT: Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge - wenig Verbesserung durch neue Regelungen

Kosten nach wie vor zu hoch, kaum Rendite für Anleger

Utl.: Kosten nach wie vor zu hoch, kaum Rendite für Anleger =

Wien (OTS/VKI) - Seit August 2013 gelten für die prämiengeförderte
Zukunftsvorsorge (PZV) neue gesetzliche Bestimmungen. Der große Wurf
sind sie nicht, zumal manche Neuerungen in der Praxis noch gar nicht
angekommen sind. Das zeigt nun auch eine aktuelle Erhebung des
Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Vor allem hinsichtlich der
Kostentransparenz hat sich demnach trotz geänderter Vorgaben wenig
getan. "Die Kosten sind bei den angebotenen Produkten nach wie vor zu
hoch und führen dazu, dass kaum Rendite bei den Anlegern ankommt",
informiert VKI-Finanzexperte Walter Hager. Dasselbe gelte auch für
laufende Verträge. "Unterm Strich bleibt den Vorsorgern oft wenig
übrig." Weitere Informationen zum Thema gibt es unter
www.konsument.at sowie ab 27.02. in der Märzausgabe der
Verbraucherzeitschrift KONSUMENT.

Neue Regelungen seit August 2013

Am 1. August 2013 wurde in der PZV u.a. ein zweistufiges Modell
zur Veranlagung in Aktien eingeführt. Das Ziel der Neuerung war, den
Spielraum für weniger riskante Anlageformen zu erweitern. Demnach
muss bei Steuerpflichtigen, die am 31.12. des Vorjahres das 50.
Lebensjahr noch nicht vollendet haben, der Aktienanteil nun zwischen
15 und 60 Prozent betragen. Bei über 50jährigen sind es zwischen 5
und 50 Prozent.

"Diese Änderung geht zwar prinzipiell in die richtige Richtung,
sie geht aber nicht weit genug", kritisiert VKI-Experte Walter Hager.
"Nicht nur der VKI, auch manche Anbieter hätten sich den Verzicht auf
eine Mindestaktienanteil, also eine Aktienquote ab null Prozent
gewünscht."

Neue Regelungen gibt es aber auch hinsichtlich Kostentransparenz
und Informationspflichten: Anleger müssen nun vor Vertragsabschluss
schriftlich über die in den Beiträgen potenziell enthaltenen Kosten
informiert werden. Auch über die Veranlagungsstrategie, Chancen und
Risiken sowie die garantierten Rentenzahlungen muss im Vorfeld
aufgeklärt werden. Eine Transparenz, die in der Praxis allerdings oft
nicht erreicht wird, wie die Erhebung zeigt.

Recherche zeigt: Nach wie vor zu wenig Transparenz

"Im Zuge unserer Recherchen haben wir bei insgesamt 12 Anbietern
Angebote eingeholt - sowohl per Mail als auch in persönlichen,
anonymen Beratungsgesprächen", berichtet VKI-Experte Hager. "Die
Angebote waren fast ausnahmslos wenig aussagekräftig. Einmal fehlten
Angaben zu den Kosten, ein anderes Mal fehlten genaue Angaben zu den
Leistungen. In einer Polizze waren noch nicht einmal die Rentenwerte
angegeben - obwohl diese bei der PZV das zentrale Kriterium
darstellen."

Unverständlich sei zudem, warum ein Umstieg vom alten auf das neue
Modell derzeit nur nach Ablauf der 10jährigen Mindestbindefrist
möglich ist. Technisch wäre ein früherer Wechsel - laut Angaben der
Anbieter - jedenfalls ohne Weiteres möglich. "Nicht zuletzt aus
diesem Grund sind die 2013 umgesetzten Reparaturen an der PZV eher
als halbherzig zu beurteilen", resümiert Walter Hager. "Sie machen
das Konstrukt nicht wirklich attraktiver."

VKI-Aufruf an Konsumenten

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) will Verträge zur
Prämiengeförderten Zukunftsvorsorge und aktuelle Umstiegsangebote
weiter beobachten und bittet um Mithilfe. Konsumentinnen und
Konsumenten, die zwischen 2003 und Anfang 2004 einen PZV-Vertrag
abgeschlossen haben, werden eingeladen, ihre Erfahrung mitzuteilen.
Der VKI bittet um die Übermittlung von Vertragskopien (mit
Geschäftsbedingungen und Konditionen), Angaben zu bisher geleisteten
Einzahlungen sowie Kopien der neuen Verträge bzw. aller Unterlagen,
die der jeweilige Anbieter bereits für den Wechsel zugeschickt hat.
Per Post an Redaktion KONSUMENT, Linke Wienzeile 18, 1060 Wien oder
per E-Mail an [email protected], Kennwort "Zukunftsvorsorge".
Die zugesandten Daten werden streng vertraulich behandelt.

SERVICE: Den aktuellen Bericht zur Prämiengeförderten
Zukunftsvorsorge gibt es unter www.konsument.at sowie ab 27.02. in
der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

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