• 23.02.2014, 08:00:31
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Ärztekammer: Politik für ärztliche Arbeitsbedingungen verantwortlich

Mayer: Attraktivierung überfällig - Empfehlungen der Ärztekammer umsetzen

Utl.: Mayer: Attraktivierung überfällig - Empfehlungen der
Ärztekammer umsetzen =

Wien (OTS) - Die Ärztekammer weist die von Gesundheitsminister Alois
Stöger jüngst gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten erhobene
Forderung, sie solle den Ärzteberuf schmackhaft machen, zurück. Die
Ärztekammer könne die Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte
nicht ändern. Dafür seien die Bundes- und Landespolitik sowie die
Spitalseigentümer verantwortlich, sagte der Bundesobmann der
angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer
(ÖÄK), Harald Mayer, Sonntag in einer Aussendung.

Die Ärztekammer habe seit Jahren "auf die tiefgreifenden
Attraktivitätsverluste des Arztberufes" hingewiesen. Die anhaltende
Überlastung der Spitalsärztinnen und -ärzte, Bürokratielawinen und
Administrationsschikanen führten zu Entmotivierung und Resignation
der Ärzte. Mayer: "Junge Medizinerinnen und Mediziner suchen ihr
berufliches Heil im Ausland, was dazu führt, dass immer mehr
Arztstellen in Österreich nicht mehr besetzt werden können."

Die von der Ärztekammer vorgeschlagenen Maßnahmen zur Hebung der
Attraktivität des Arztberufes seien von der Politik lange Zeit
ignoriert oder abgekanzelt worden. "Erst ganz allmählich reagieren
nun auch die Verantwortlichen." Mayer verwies in diesem Zusammenhang
auch auf die Empfehlungen der Ärztebedarfsstudie. Die wichtigsten
Schritte zur Attraktivierung des Arztberufes seien nun eine Reform
der Ärzteausbildung, die österreichweite Einhaltung des von der ÖÄK
erarbeiteten Turnusärzte-Tätigkeitsprofils und der gesetzlichen
Arbeitszeithöchstgrenzen, die Reduktion der durchgehenden Dienste auf
25 Stunden und schließlich die Entbürokratisierung in Spital und
ärztlicher Niederlassung, so der ÖÄK-Vizepräsident abschließend. (ms)

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