- 21.02.2014, 13:24:04
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AUGE/UG, Paiha: "'All-in'-Unwesen abstellen, um Lebenszeit zurückzugewinnen!"
Arbeitszeiten müssen sich an Lebensrealitäten orientieren.
Utl.: Arbeitszeiten müssen sich an Lebensrealitäten orientieren. =
Wien (OTS) - "Dass die Arbeit immer mehr das Leben 'frisst' ist
nun einmal mehr durch den aktuellen Arbeitsklimaindex der AK OÖ
bestätigt. Jetzt geht es darum, endlich die entsprechenden
Konsequenzen zu ziehen. Und die können nur heißen: 'All-in'-Verträge
dorthin, wo sie ausschließlich hingehören, nämlich auf die
Managementebene. Und Arbeitszeitverkürzung - individuell wie
allgemein", fordert Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG -
Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige
GewerkschafterInnen.
Zwt.: Statt unfreiwilliger Teilzeit - Arbeitszeitverkürzung Richtung
30-Stunden-Woche
Insbesondere fordert die AUGE/UG eine allgemeine Verkürzung der
täglichen wie wöchentlichen Arbeitszeit: "Gerade in Zeiten steigender
Arbeitslosigkeit und eines ausufernden Überstundenunwesens, ist eine
allgemeine Arbeitszeitverkürzung ein Gebot der Stunde", so Paiha.
"Arbeitszeitverkürzung findet ohnehin längst statt, vor allem für
Frauen. Allerdings vielfach in Form unfreiwillig gewählter Teilzeit
und mit Einkommen, die nicht zum Auskommen reichen. Gerade auch bei
Arbeitslosigkeit und im Alter." Statt unfreiwilliger Teilzeit fordert
die AUGE/UG Schritte in Richtung 30-Stunden-Woche und
6-Stunden-Arbeitstag mit vollem Einkommensausgleich für untere und
mittlere Einkommensgruppen. "Die letzte allgemeine
Arbeitszeitverkürzung ist 40 Jahre her. Seither sind wir mit einer
ständigen Ausweitung von Arbeitszeit, mit steigender Arbeitsbelastung
und Spitzenwerten in der EU konfrontiert, wenn es um die
wöchentlichen Arbeitszeiten von Vollzeitbeschäftigten geht. Diesen
Entwicklungen muss entschlossen gegengesteuert werden, um wieder
Lebenszeit zurückzugewinnen", verlangt Paiha.
Zwt.: Berufliche Auszeiten finanziell absichern
Zusätzlich müssten auch individuelle Rechtsansprüche auf
Arbeitszeitverkürzung in bestimmten Lebenslagen gestärkt werden.
Durch einen Rechtsanspruch auf Teilzeit sowie auf längere, zeitlich
befristete berufliche Auszeiten. "Derzeit sind berufliche Auszeiten
Vereinbarungssache und können entsprechend nur unzureichend in
Anspruch genommen werden und sind oft nicht leistbar. Wir wollen
einen Rechtsanspruch auf ein bestimmtes Kontingent an Auszeiten für
Weiterbildung, Erholung, Gesundheitsprävention oder Betreuung über
den gesamten Erwerbsverlauf hinweg. Und das finanziell abgesichert,
bei Bezug eines 'fiktiven' Arbeitslosengeld, mindestens
Mindestsicherung", so AUGE/UG-Bundessprecherin Paiha. Von einem
Rechtsanspruch auf Teilzeit - etwa zur Burn-out-Prävention - erhoffen
sich die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen
u.a. auch den Gewinn von zusätzlicher Zeit für Erholung und
Regeneration, um den Arbeitsdruck besser verarbeiten zu können.
"Individuelle Möglichkeiten zu einer Arbeitszeitgestaltung, die
sich nach persönlichen Lebens- und Bedarfslagen richten, können
allerdings keine Ersatz für eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung
sein und diese bestenfalls ergänzen. Schon alleine aus Gründen der
Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit", schließt Paiha.
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