- 21.02.2014, 09:02:56
- /
- OTS0021 OTW0021
Gungl: Regulierung ist kein Selbstzweck - die Kunden in den Mittelpunkt stellen

Wien (OTS) - "Eigentliches Kerngeschäft der Regulierungsbehörde ist
Wettbewerbsregulierung und zukunftsweisende, nachhaltige
Regulierungsentscheidungen zu treffen mit dem Ziel, den Ausbau von
Hochleistungsinfrastruktur zu fördern und damit innovative und
qualitativ hochwertige Kommunikationsdienstleistungen
sicherzustellen", betont Mag. Johannes Gungl, seit 1. Februar 2014
Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation
und Post, den Zweck der Regulierungstätigkeit anlässlich seiner
ersten Pressekonferenz. "In diesem Zusammenhang erscheint es mir
wesentlich, den Kunden - darunter verstehe ich Konsumenten und
Wirtschaft - verstärkt in den Mittelpunkt der Betrachtungsweise zu
stellen und durch die Tätigkeit unserer Regulierungsbehörde
größtmögliche Vorteile in Bezug auf Auswahl, Preis und Qualität für
Kommunikationsdienstleistungen sicherzustellen."
Bewusstsein für die Wichtigkeit des Breitbandausbaus schaffen
"Da Informations- und Kommunikationstechnologien aus dem Alltag
nicht mehr wegzudenken sind und die Produktivität in allen
Wirtschaftsbereichen radikal beeinflussen, ist mir die Forcierung des
Breitbandausbaus in Österreich ein besonderes Anliegen", so Gungl
weiter. "Ein kontinuierlicher Dialog mit allen Stakeholdern,
insbesondere mit der Politik, um das erforderliche Bewusstsein zu
schaffen, ist essentiell. Als Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums
Internetgesellschaft wird sich die RTR-GmbH mit ihrem Expertenwissen
intensiv einbringen und im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit
der Wirtschaft Projekte entwickeln, um den IKT-Standort Österreich zu
stärken."
Preisentwicklungen am Mobilfunkmarkt unter die Lupe nehmen
Zu den Tariferhöhungen am Mobilfunkmarkt hält Gungl fest, dass die
Preisentwicklungen sehr genau beobachtet und sehr ernst genommen
werden: "Wir prüfen, ob die Preisentwicklungen nachhaltig sind. Um
das feststellen zu können, braucht es aber aus mehreren Gründen Zeit
- es gibt deutliche Anzeichen, dass neue Anbieter von Mobiltelefonie
auf den österreichischen Markt kommen und den Wettbewerb beleben. Das
geht aber nicht von heute auf morgen. Ebenso verhält es sich mit den
Auflagen, die aus der Fusion Hutchison mit Orange zu erfüllen sind",
erklärt der neue Regulator. "Wir sind aber mit den anderen
Wettbewerbsbehörden diesbezüglich auf Tuchfühlung und werden, sollte
es nur die leisesten Anzeichen von Absprachen geben, umgehend
einschreiten", kündigt Gungl an.
Hohes Konsumentenschutzniveau erhalten
"Im Bereich Endkunden ist der Schutz durch die zahlreichen
RTR-Verordnungen weit gediehen. Die deutliche Absenkung der
Streitschlichtungsfälle um 35 % im Jahr 2013 verdeutlicht, dass diese
Schutzmaßnahmen sehr effektiv sind", führt Gungl aus. "Ich möchte die
Beibehaltung dieses Tiefstands bei den Schlichtungsfällen auch
weiterhin anstreben. Unsere strategische Arbeit im Bereich
Nutzerschutz werden wir daher darauf konzentrieren,
Regelungsdefizite, wie sie beispielsweise bei Contentdiensten
bestehen, aufzuzeigen, die Politik dafür zu sensibilisieren und
gegebenenfalls mit einem geeigneten Instrumentarium gegenzusteuern."
Weiters ist geplant, das Informationsangebot für Endkunden auf der
RTR-Website zu erweitern und die komplette Verfahrensabwicklung über
das Webportal zu ermöglichen.
Durch Mitarbeit auf internationaler Ebene Österreichs
Interessen wahren
"Da die Regulierungsmusik mittlerweile auf internationaler Ebene
komponiert wird, ist es unser erklärter Auftrag, uns international
auch weiterhin einzubringen", führt Gungl aus. "Das Spezialistenteam
der RTR-GmbH genießt in Europa einen ausgezeichneten Ruf und vertritt
durch die Mitarbeit in zahlreichen Arbeitsgruppen von BEREC und durch
die enge Kooperation mit der Europäischen Kommission die Interessen
der österreichischen Wirtschaft und Verbraucher. Im europäischen
Kontext gestalterisch tätig sein zu können, ist bei der
Schnelllebigkeit der IKT-Branche besonders wichtig", so Gungl
abschließend.
Herr Mag. Gungl wurde von Frau Bundesministerin Doris Bures für
die Zeit von 1. Februar 2014 bis 31. Jänner 2019 zum Geschäftsführer
der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post bestellt.
Davor war er mehr als 10 Jahre in der Mobilfunkbranche tätig.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TCO






