- 18.02.2014, 10:52:16
- /
- OTS0066 OTW0066
Neues Agrar-Umweltprogramm gefährdet Ökologische Leistungen der Landwirtschaft
BIO AUSTRIA fordert Korrekturen zur Stärkung von Umwelt und biologischer Landwirtschaft.
Utl.: BIO AUSTRIA fordert Korrekturen zur Stärkung von Umwelt und
biologischer Landwirtschaft. =
Wien (OTS) - "Die Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs kritisieren
die Pläne zur Kürzung des Umweltprogrammes und der Bio-Förderung für
die Periode 2014-2020 aufs Schärfste", so BIO AUSTRIA Obmann Rudolf
Vierbauch im Rahmen der heutigen "Stakeholderkonferenz" des
Landwirtschaftsministeriums. Auf der Konferenz wird der Entwurf für
das Österreichische Programm für Ländliche Entwicklung 2014-2020
erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. "Die
Abgeltungen für Leistungen der Biobäuerinnen und -bauern sollen um
bis zu 30 Prozent gekürzt werden, obwohl Bio die Anforderungen der
reformierten Agrarpolitik und den Wünschen der BürgerInnen in
höchstem Maße entspricht. Damit würde Österreich den bisherigen
Erfolgskurs in der Bio-Landwirtschaft beenden. Wir appellieren an
Bundesminister Rupprechter die Notbremse zu ziehen und die
Bio-Förderung im Interesse der BürgerInnen und der Umwelt
auszubauen", so Vierbauch zu einer zentralen Forderungen von BIO
AUSTRIA. "Es ist völlig unverständlich, dass das Umweltministerium
für budgetäre Einsparungsmaßnahmen als erstes in jenem Bereich
drastisch kürzt, in dem hohe Umweltleistungen stattfinden. Die
eingesparten Mittel und die Konsequenzen daraus stehen in keiner
Relation."
Das von der EU kofinanzierte Österreichische Programm für
Ländliche Entwicklung wird derzeit für die Periode 2014-2020 neu
gestaltet. Es soll Ende März bei der EU-Kommission zur Genehmigung
eingereicht werden. Herzstück des Programmes ist das
Agrar-Umweltprogamm ÖPUL, an dessen Speerspitze die Maßnahme
Biologische Wirtschaftsweise steht. Obwohl das Gesamtbudget annähernd
unverändert bleibt, soll das Budget für das Agrar-Umweltprogramm
jährlich um 100 Mio. Euro gekürzt werden. Nun hat das
Lebensministerium erstmals auch Bandbreiten für die zukünftigen
Abgeltungen der Leistungen der Bio-Landwirtschaft veröffentlicht.
Demnach sind massive Kürzungen bis zu 30 Prozent angedacht.
"Die aktuellen Pläne für das neue Agar-Umweltprogramm gefährden
die Ökologischen Leistungen der Österreichischen Landwirtschaft",
analysiert Rudi Vierbauch. "Damit wird man weder den Ansprüchen der
Österreichischen Bauern und Bäuerinnen noch der Gesellschaft
gerecht." Erst im Dezember hatte eine Studie im Auftrag von BIO
AUSTRIA gezeigt, dass sich Agrar-Umweltprogramme für die Gesellschaft
rechnen, weil sie Agrar-Folgekosten reduzieren. Die
Bio-Landwirtschaft erspart etwa durch den Verzicht auf Kunstdünger
und chemisch-synthetische Pestizide der Gesellschaft beispielsweise
erhöhte Steuern und Gebühren für die Trinkwasseraufbereitung.
"Investitionen in die Bio-Landwirtschaft kommen daher in vielfacher
Hinsicht wieder zurück", verweist Vierbauch auf die wissenschaftliche
Studie des FiBL.
FIBL-Studie unter: http://www.bio-austria.at/biospart
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BLB






