Neues Agrar-Umweltprogramm gefährdet Ökologische Leistungen der Landwirtschaft

BIO AUSTRIA fordert Korrekturen zur Stärkung von Umwelt und biologischer Landwirtschaft.

Wien (OTS) - "Die Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs kritisieren die Pläne zur Kürzung des Umweltprogrammes und der Bio-Förderung für die Periode 2014-2020 aufs Schärfste", so BIO AUSTRIA Obmann Rudolf Vierbauch im Rahmen der heutigen "Stakeholderkonferenz" des Landwirtschaftsministeriums. Auf der Konferenz wird der Entwurf für das Österreichische Programm für Ländliche Entwicklung 2014-2020 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. "Die Abgeltungen für Leistungen der Biobäuerinnen und -bauern sollen um bis zu 30 Prozent gekürzt werden, obwohl Bio die Anforderungen der reformierten Agrarpolitik und den Wünschen der BürgerInnen in höchstem Maße entspricht. Damit würde Österreich den bisherigen Erfolgskurs in der Bio-Landwirtschaft beenden. Wir appellieren an Bundesminister Rupprechter die Notbremse zu ziehen und die Bio-Förderung im Interesse der BürgerInnen und der Umwelt auszubauen", so Vierbauch zu einer zentralen Forderungen von BIO AUSTRIA. "Es ist völlig unverständlich, dass das Umweltministerium für budgetäre Einsparungsmaßnahmen als erstes in jenem Bereich drastisch kürzt, in dem hohe Umweltleistungen stattfinden. Die eingesparten Mittel und die Konsequenzen daraus stehen in keiner Relation."

Das von der EU kofinanzierte Österreichische Programm für Ländliche Entwicklung wird derzeit für die Periode 2014-2020 neu gestaltet. Es soll Ende März bei der EU-Kommission zur Genehmigung eingereicht werden. Herzstück des Programmes ist das Agrar-Umweltprogamm ÖPUL, an dessen Speerspitze die Maßnahme Biologische Wirtschaftsweise steht. Obwohl das Gesamtbudget annähernd unverändert bleibt, soll das Budget für das Agrar-Umweltprogramm jährlich um 100 Mio. Euro gekürzt werden. Nun hat das Lebensministerium erstmals auch Bandbreiten für die zukünftigen Abgeltungen der Leistungen der Bio-Landwirtschaft veröffentlicht. Demnach sind massive Kürzungen bis zu 30 Prozent angedacht.

"Die aktuellen Pläne für das neue Agar-Umweltprogramm gefährden die Ökologischen Leistungen der Österreichischen Landwirtschaft", analysiert Rudi Vierbauch. "Damit wird man weder den Ansprüchen der Österreichischen Bauern und Bäuerinnen noch der Gesellschaft gerecht." Erst im Dezember hatte eine Studie im Auftrag von BIO AUSTRIA gezeigt, dass sich Agrar-Umweltprogramme für die Gesellschaft rechnen, weil sie Agrar-Folgekosten reduzieren. Die Bio-Landwirtschaft erspart etwa durch den Verzicht auf Kunstdünger und chemisch-synthetische Pestizide der Gesellschaft beispielsweise erhöhte Steuern und Gebühren für die Trinkwasseraufbereitung. "Investitionen in die Bio-Landwirtschaft kommen daher in vielfacher Hinsicht wieder zurück", verweist Vierbauch auf die wissenschaftliche Studie des FiBL.

FIBL-Studie unter: http://www.bio-austria.at/biospart

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