Korun: Menschenhandel muss auch national wirksam bekämpft werden

Grüne: Stabilisierungszeit und Erleichterung der Kooperation mit Behörden noch ausständig

Wien (OTS) - "Es ist positiv und auch dringend notwendig, dass das Problem des Menschenhandels im internationalen Rahmen diskutiert wird. Die einzelnen Staaten müssen aber auch proaktiv Maßnahmen beschließen, um Opfer von Menschenhandel zu stärken und damit zu einem wichtigen Partner im Kampf gegen Menschenhändler zu machen. Leben diese in Furcht vor Verfolgung und Abschiebung oder werden erst gar nicht als Menschenhandelsopfer erkannt, nützt auch die schönste Konvention nichts", sagt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, anlässlich der heutigen internationalen Konferenz gegen Menschenhandel in Wien.

"Wir haben daher bereits mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, die viel dazu beitragen würden, dass Menschenhandel effektiver bekämpft wird. Unter anderem wurde die Behandlung dieser Thematik schon in die RichterInnenausbildung vom Justizministerium aufgenommen. Aber größere Schritte, wie etwa ein einjähriges Aufenthaltsrecht als Stabilisierungszeit für Opfer von Menschenhandel und leichteren Übergang in reguläre Aufenthaltstitel nach gegebenenfalls erfolgter Kooperation mit den Behörden, die wir vorgeschlagen haben, wurden von der Regierung ebenso abgelehnt wie die Schaffung von Strukturen zur besseren Betreuung von Opfern von Kinderhandel. Das ist kurzsichtig -denn nur wer sich sicher fühlt und nicht Angst haben muss, jederzeit wieder in die Hände von Menschenhändlern zu geraten, wird sich trauen gegen eben diese Menschenhändler auszusagen", regt Korun zu mutigeren Maßnahmen an.

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