• 14.02.2014, 11:29:28
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Kika und Leiner: GPA-djp fordert Geschäfsführung zu Verhandlungen über einen Sozialplan auf

Gewerkschaft prüft, ob möglicherweise das Frühwarnsystem umgangen wurde

Utl.: Gewerkschaft prüft, ob möglicherweise das Frühwarnsystem
umgangen wurde =

Wien (OTS/ÖGB) - Die Beschwerden von Betroffenen, die sich von der
Geschäftsführung von Kika und Leiner unter Druck gesetzt fühlen, um
angeblich einvernehmlichen Auflösungen und Gehaltsverzichten
zuzustimmen, reißen nicht ab. Gleichzeitig haben Recherchen der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-djp) in allen neun Bundesländern weitere Vorwürfe ans Tageslicht
gebracht. So gibt es auch Berichte, dass der Umstieg in die neue
Samstagregelung nicht immer freiwillig erfolgte.

"Die Rückmeldungen bestätigen unseren Eindruck, dass es in großen
Teilen der Unternehmensgruppe neuerdings Strategie sein dürfte,
Beschäftigte durch Einschüchterungen unter Druck zu setzen, damit sie
den Umstrukturierungsplänen zustimmen, wodurch ihnen Nachteile
entstehen. Bestürzend ist, dass auch auf Betriebsrätinnen und
Betriebsräte Druck ausgeübt wird, anstatt dass partnerschaftliche
Verhandlungen über sozial verträgliche Lösungen geführt werden. Wir
sind aus der Vergangenheit eine andere Kultur gewohnt", berichtet der
für den Handel in der GPA-djp zuständige stv.
Geschäftsbereichsleiter, Manfred Wolf.

Es zeichne sich im Zuge der Umstrukturierungen offenbar eine Zahl von
Kündigungen bei Kika und Leiner ab, von der das Unternehmen ohne
einvernehmliche Auflösungen das AMS verständigen hätte müssen, so
Wolf weiter. "In solchen Fällen müssten eigentlich alle
Frühwarnmechanismen in Gang gesetzt werden, das hat die
Geschäftsführung bis heute unterlassen. Uns bleibt keine andere
Alternative, als das AMS von den Vorfällen rund um diese fragwürdigen
einvernehmlichen Auflösungen zu informieren. Es ist weiter fraglich,
ob bereits ausgesprochene Kündigungen überhaupt gültig sind."

Außerdem hat die GPA-djp die Geschäftsführung von Kika und Leiner
mittlerweile dazu aufgefordert, gemeinsam mit dem Zentralbetriebsrat
Gespräche über einen Sozialplan für die Beschäftigten aufzunehmen, so
Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, abschließend:
"Nach all den Berichten der Betroffenen in den vergangenen Stunden
und Tagen steht unsere Verhandlungsagenda mit zahlreichen Punkten,
die es zu klären gibt. Diesem Drüberfahren über die Interessen -
besonders von langjährig Beschäftigten - werden wir jedenfalls nicht
tatenlos zuschauen!"

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