• 14.02.2014, 09:55:19
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Smart Metering: Ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Strominfrastruktur

Neue Technologien bringen mehr Transparenz und Versorgungssicherheit ins Stromnetz

Utl.: Neue Technologien bringen mehr Transparenz und
Versorgungssicherheit ins Stromnetz =

Wien (OTS) - "Durch die Einführung von Smart Meter in Österreich
profitieren private Haushalte von mehr Transparenz beim
Stromverbrauch. Für den Betrieb des Stromnetzes liefern Smart Meter
als Sensoren bisher nicht verfügbare Messwerte und gewährleisten so
weiterhin eine stabile Stromversorgung. Als Beitrag zu einer
sachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema wollen wir die Fakten
rund um Smart Metering diskutieren und klar die Bedeutung dieser
Technologie für die zukünftige Stromversorgung aufzeigen", stellt
Manfred Müllner, Geschäftsführer Stv. des FEEI - Fachverband der
Elektro- und Elektronikindustrie anlässlich des
Pressehintergrundgesprächs "Was steckt wirklich hinter dem Smart
Meter?" fest.

"Die Digitalisierung der Stromzähler in den Haushalten bringt
viele Vorteile für die Konsumenten, wie etwa die zeitnahe Darstellung
des eigenen Energieverbrauchs, neue flexible Stromtarife und somit
mehr Wettbewerb im Strommarkt. In der Strominfrastruktur sind
beispielsweise Effizienzsteigerungen im Netzbetrieb und die
nachhaltige Integration von erneuerbaren Energien wesentliche Nutzen.
Nach dem Einsatz von Smart Metern in der Industrie kommen nun auch
private Haushalte in den Genuss von modernster Technologie im
Energiemanagement", so Müllner weiter.

Informationssicherheit und Datenschutz

Die Einführung neuer Technologien bringt immer neue
Herausforderungen und Fragestellungen mit sich, die öffentlich
diskutiert werden. "Die aktuelle Debatte zur Einführung der Smart
Meter in Öster-reich wird jedoch sehr emotional und mit vereinfachten
Argumenten geführt", merkt Dominik Engel, Leiter des Josef Ressel
Zentrums für Anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Sicherheit und
Steue-rung an der Fachhochschule Salzburg an. "Ich plädiere dafür die
Fakten rund um Smart Metering ge-nau zu analysieren und anhand dieser
Ergebnisse eine konstruktive Diskussion zu starten", so Engel weiter.
Im Rahmen des Pressehintergrundgesprächs zeigte Engel, dass die
Informationssicherheit be-reits in vielen Wirtschaftsbereichen
funktioniert und krypotografische Verfahren in Bezug auf
Vertrau-lichkeit, Authentizität und Integrität die nötige Sicherheit
im Stromnetz schaffen können. Die Befürch-tungen, dass aus den
15-Minuten-Intervallen Rückschlüsse auf das aktuelle gesehene
Fernsehprogramm gezogen werden könnten, widerlegt der Experte:
"Unsere aktuellen Untersuchungen zeigen, dass die Auflösung der
15-Minuten-Daten definitiv nicht ausreicht, um in realen Situationen
auf das konsumierte Fernsehprogramm zu schließen. Auch die
verlässliche Bestimmung einzelner elektrischer Geräte ist in dieser
Auflösung nicht möglich", erklärt Engel.

Rollout der Smart Meter in Linz startete bereits 2005

Die Einführung der Smart Meter in Österreich soll per Gesetz in
einem phasenweisen Rollout von 2015 bis 2019 flächendeckend
stattfinden. Die LINZ STROM Netz GmbH startete bereits 2005 mit den
ersten Feldversuchen mit intelligenten Messgeräten. Mittlerweile sind
mehr als 100.000 Kunden mit den neuen Messgeräten ausgestattet. "Die
Erfahrungen der letzten neun Jahre zeigen, dass Smart Meter Teil
eines effizienten Stromnetzes sind und viele Vorteile für die Kunden
und den Netzbetreiber bringen", sagt Johannes Zimmerberger,
Geschäftsführer LINZ STROM Netz GmbH im Pressehinter-grundgespräch.
"Volle Transparenz bei der Stromrechnung und die klare Abgrenzung des
Stromver-brauchs bei Wohnungswechsel sind die wesentlichen Vorteile
auf der Seite der Kunden. Zeitnahe In-formationen über den
Netzzustand und effizientere Kundenprozesse sind die positiven
Aspekte für den Netzbetreiber. Gelten wir in Österreich als
Vorreiter, zeigt sich im europäsichen Vergleich, wo be-reits mehr als
60 Millionen Smart Meter installiert sind, dass digitale Stromzähler
als anerkannte Technologie ein wichtiger Baustein für ein modernes
Energiesystem sind", so Zimmerberger abschlie-ßend.

Smart Metering als Basistechnologie für die stabilie
Stromversorgung

Die Einführung der Smart Meter ist mehr als der Austausch der lang
gedienten Ferraris-Zähler: Smart Meter sind ein wesentliches Element
für Smart Grids und die zugehörigen Anwendungen, wie
Nieder-spannungssensorik, Lastmanagement, das so genannte Demand-Side
Management, Optimierung von Elektromobilität und die Integration
dezentraler Energiequellen. Dies sichert langfristig eine stabile
Stromversorgung, erhöht die Effizienz im Netzbetrieb und vermeidet
Ausbaukosten.

Aus Sicht des FEEI bietet der aktuelle Rollout-Plan von 2015 -
2019 eine gute Voraussetzung, um die Erkenntnisse aus aktuellen
Modellregionen in ein sicheres Smart-Meter-System mit hohen
Daten-schutzanforderungen zeitgerecht umzusetzen. Zahlreiche
Unternehmen der Elektro- und Elektronikin-dustrie verfügen bereits
über wertvolles Know-how in der Entwicklung der Smart
Meter-Technologie und leisten mit der Forschung und Entwicklung an
den intelligenten Infrastrukturtechnologien einen wesentlichen
Beitrag für die Weiterentwicklung des Technologiestandorts und die
Erneuerung der Strominfrastruktur.

FEEI Broschüre zu Smart Meter

Die aktuelle Broschüre "Strom intelligent gesteuert: Smart Meter
als Basistechnologie für eine effizien-te und stabile
Stromversorgung" erklärt bereits in der zweiten Auflage die
Zusammenhänge zwischen Smart Grids und Smart Meter, die
Funktionalitäten des intelligenten Stromzählers und fasst alle
rele-vanten Themen rund um Smart Meter zusammen. FEEI Broschüre zu
Smart Meter zum Download:
http://www.feei.at/schwerpunktthemen/energieeffizienz/?full=2889

Über den FEEI:

Der FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
vertritt in Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit
knapp 59.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,73
Milli-arden Euro (Stand 2012). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern
- dazu gehören u. a. die Fach-hochschule Technikum Wien, das Forum
Mobilkommunikation (FMK), das UFH, die Technologieplatt-form Smart
Grids Austria, der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT)
und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das
oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro-
und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu
stärken.

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