- 13.02.2014, 09:55:45
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Huainigg: Waffen gehören nicht in Kinderhände
Österreichisches Engagement zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten weiterhin fördern
Utl.: Österreichisches Engagement zum Schutz von Kindern in
bewaffneten Konflikten weiterhin fördern =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Anlässlich der Ausstellungseröffnung "Ich krieg
dich - Kinder in bewaffneten Konflikten" gestern Abend im
Heeresgeschichtlichen Museum stellte der Sprecher für
Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP Abg.z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg
fest: "Immer noch werden mehr als 250.000 Mädchen und Jungen in
aller Welt in kriegerischen Auseinandersetzungen als Soldaten
missbraucht. Immer öfter sind Kinder nicht mehr "nur" zufällige Opfer
von Kampfhandlungen, sondern werden ganz gezielt verletzt, getötet,
als menschliche Schutzschilde missbraucht oder als
Selbstmordattentäter eingesetzt. Das ist ein grober Verstoß gegen die
Menschenrechte".
Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12.
Februar soll an das Schicksal dieser Kinder erinnern und zu einem
verstärkten Einsatz im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende
Form des Kindesmissbrauchs führen.
Der Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP betont die
schwerwiegenden Folgen für betroffene Kinder: "Viele Kinder sterben
unter den unmenschlichen Bedingungen, andere überleben mit
Behinderungen, sind blind oder für den Rest des Lebens schwer
traumatisiert. Nicht nur Jungen werden diesen Risiken ausgesetzt,
schätzungsweise ein Drittel sind Mädchen, welche zusätzlich noch
sexueller Gewalt ausgeliefert sind. Sie leiden ein Leben lang unter
den seelischen und körperlichen Folgen."
Die Ausstellung "Ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten"
informiert über die Situation dieser Kinder und fordert die Besucher
zum Handeln auf. Hilfe, Schutz und Beteiligung können von der Politik
gefordert, aber auch durch Projekte direkt unterstützt werden. Dazu
bietet die Ausstellung konkrete Anregungen durch Beispiele und
Aktionsideen.
"Der Schutz von Kindern muss als oberstes Prinzip vordringlich
beachtet werden. Die Entwicklungszusammenarbeit mit den betroffenen
Partnerländern hat die Aufgabe, mit gezielten Maßnahmen die
Re-Integration von ehemaligen Kindersoldaten zu fördern. Es muss
durch spezielle Programme und Projekte versucht werden, diese Kinder
und Jugendliche wieder in einen Alltag einzugliedern", sagt Huainigg.
Dazu gehören Schul- und Berufsausbildung sowie die
Beschäftigungsförderung der ehemaligen Kindersoldaten. Hinzu kommen
Maßnahmen der Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie psychosoziale
Betreuung und Traumabewältigung. So nutzt beispielsweise die
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) die Bedeutung von
Sport in Entwicklungsprozessen und unterstützt ehemalige
Kindersoldaten durch sportliche Aktivitäten und Fairplay, sich wieder
in die Gesellschaft einzugliedern. "Der Schutz von Kindern in
bewaffneten Konflikten ist seit langem ein wichtiges Anliegen der
österreichischen Außenpolitik. Das österreichische Engagement in
diesem Bereich ist zu unterstützen und weiterhin zu fördern", hält
Huainigg abschließend fest.
(Schluss)
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