Huainigg: Waffen gehören nicht in Kinderhände

Österreichisches Engagement zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten weiterhin fördern

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Anlässlich der Ausstellungseröffnung "Ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten" gestern Abend im Heeresgeschichtlichen Museum stellte der Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP Abg.z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg fest: "Immer noch werden mehr als 250.000 Mädchen und Jungen in aller Welt in kriegerischen Auseinandersetzungen als Soldaten missbraucht. Immer öfter sind Kinder nicht mehr "nur" zufällige Opfer von Kampfhandlungen, sondern werden ganz gezielt verletzt, getötet, als menschliche Schutzschilde missbraucht oder als Selbstmordattentäter eingesetzt. Das ist ein grober Verstoß gegen die Menschenrechte".

Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar soll an das Schicksal dieser Kinder erinnern und zu einem verstärkten Einsatz im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs führen.

Der Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP betont die schwerwiegenden Folgen für betroffene Kinder: "Viele Kinder sterben unter den unmenschlichen Bedingungen, andere überleben mit Behinderungen, sind blind oder für den Rest des Lebens schwer traumatisiert. Nicht nur Jungen werden diesen Risiken ausgesetzt, schätzungsweise ein Drittel sind Mädchen, welche zusätzlich noch sexueller Gewalt ausgeliefert sind. Sie leiden ein Leben lang unter den seelischen und körperlichen Folgen."

Die Ausstellung "Ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten" informiert über die Situation dieser Kinder und fordert die Besucher zum Handeln auf. Hilfe, Schutz und Beteiligung können von der Politik gefordert, aber auch durch Projekte direkt unterstützt werden. Dazu bietet die Ausstellung konkrete Anregungen durch Beispiele und Aktionsideen.

"Der Schutz von Kindern muss als oberstes Prinzip vordringlich beachtet werden. Die Entwicklungszusammenarbeit mit den betroffenen Partnerländern hat die Aufgabe, mit gezielten Maßnahmen die Re-Integration von ehemaligen Kindersoldaten zu fördern. Es muss durch spezielle Programme und Projekte versucht werden, diese Kinder und Jugendliche wieder in einen Alltag einzugliedern", sagt Huainigg. Dazu gehören Schul- und Berufsausbildung sowie die Beschäftigungsförderung der ehemaligen Kindersoldaten. Hinzu kommen Maßnahmen der Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie psychosoziale Betreuung und Traumabewältigung. So nutzt beispielsweise die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) die Bedeutung von Sport in Entwicklungsprozessen und unterstützt ehemalige Kindersoldaten durch sportliche Aktivitäten und Fairplay, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. "Der Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten ist seit langem ein wichtiges Anliegen der österreichischen Außenpolitik. Das österreichische Engagement in diesem Bereich ist zu unterstützen und weiterhin zu fördern", hält Huainigg abschließend fest.
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