Mückstein: Gratiszahnspange darf nicht nur Beruhigungspille sein

Grüne: Es braucht Anreize für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, um zur ZahnärtIn zu gehen

Wien (OTS) - "Immerhin 80 Millionen Euro sollen für Kinder unter 18 Jahren aufgewendet werden, die eine mittlere bis schwere Zahnfehlstellung haben. Das ist grundsätzlich zu begrüßen, auch wenn die abgestimmte Jubelmeldung deutlich macht, dass die Regierung mit diesem "Geschenk" vom Hypo-Desaster und den enormen Belastungen, die auf die ÖsterreicherInnen zukommen werden, ablenken will", meint Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen.

"Ich hoffe, dass die Zahnspange für stark beeinträchtigte Kinder nicht nur eine Beruhigungspille ist, sondern tatsächlich umgesetzt wird. Wichtig wäre außerdem gewesen, dass für Kinder aus sozial benachteiligten Familien Anreize geschaffen werden, um zur ZahnärztIn zu gehen. Zur aktuellen Ankündigung sind jedenfalls viele Fragen offen. Die Qualitätssicherung bei der Indikationsstellung und bei der Behandlung muss unbedingt gewährleistet sein. Die Grünen unterstützen die Forderung der Kieferorthopäden nach einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie. "Damit auch wirklich jene die Zahnspange bekommen, die es dringend brauchen, sollte die Einstufung nach objektiven Kriterien und nur durch FachzahnärztInnen erfolgen, die eine mindestens dreijährige Spezialausbildung dafür nachweisen können", sagt Eva Mückstein.

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