ELGA: Eine neue Dimension in der Behandlungsqualität für die Patienten!

Wirtschaft: Gesundheitsressort muss bei ELGA-Realisierung Vertrauen schaffen

Wien (OTS) - Für den FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, den Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) und die Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der WKÖ gibt es rund um die ELGA-Realisierung dringenden Handlungsbedarf seitens der Verantwortlichen im Gesundheitsministerium. "Die jüngsten Diskussionen haben deutlich gezeigt, dass es bei den Patienten trotz der breiten Zustimmung wie auch bei den betroffenen Stakeholdern an Information, Klarheit und damit auch an Vertrauen fehlt. Wir sehen daher die Öffentliche Hand dringend gefordert, den Dialog mit Ärzten, Patienten und der Wirtschaft zu suchen, um die Realisierung von ELGA nicht zu gefährden", erklärt Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des FEEI.

ELGA steigert Effizienz und Qualität im Gesundheitswesen

Denn "ELGA ist essentieller Teil einer großen Gesundheitsreform und wird die Qualität der medizinischen Versorgung in Österreich wesentlich verbessern. Heute gibt es ein Nebeneinander der Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen wie Apotheken, Ärzte und Spitäler. Erst die elektronische Vernetzung wird dem Patienten eine neue Dimension in der Behandlungsqualität erschließen und unnötige Wege sowie Mehrfachuntersuchungen ersparen. Damit profitieren auch die österreichischen Dienstgeber durch reduzierte Fehlzeiten. Boykottaufrufe und unkonstruktive Zwischenrufe sorgen nur für Verunsicherung", hält Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der WKÖ fest. Besonders kritisiert Gleitsmann die Tatsache, dass derzeit die positiven Aspekte von ELGA komplett in den Hintergrund rücken. Die Vorteile von ELGA liegen nach Meinung der drei Standesvertreter klar auf der Hand. Daher appellieren sie abschließend, sich von politischem Taktieren zu verabschieden und mit allen Beteiligten einen konstruktiven Dialog zu führen, um die rasche Umsetzung voranzutreiben. Schließlich geht es um entscheidende Verbesserungen im österreichischen Gesundheitssystem und damit auch für die Versicherten und die Patienten.

Gesamtwirtschaftliches Interesse muss gewahrt bleiben

Aus Sicht von Müllner mangelt es ebenfalls an klaren Rahmenbedingungen, die die Investitionssicherheit für die Wirtschaft sicherstellen: "Wir befinden uns jetzt in der Aufbauphase des Projektes, in der hohe Investitionen getätigt werden müssen. Jegliche Unsicherheit wirkt sich somit nicht nur kontraproduktiv auf die Umsetzung aus, sondern gefährdet auch inländische Wertschöpfung". Ins gleiche Horn stößt auch Eduard Schebesta, Leiter des Arbeitskreises e-health im Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT): "ELGA ist das österreichische Vorzeigedigitalisierungsprojekt der kommenden Jahre. Es genügt nicht, ein Portal Online zu schalten und zuzusehen, was dann passiert. Wollen wir den Prozess rasch und konstruktiv vorantreiben, liegt es in der Verantwortung der politischen Entscheidungsträger neben der Sicherstellung der Finanzierung für umfassende Information über den Nutzen von ELGA bei Ärzten und Patienten zu sorgen". Auch haben sich die beiden Fachverbände immer für eine aktive Beteiligung der Industrie und die Einbindung des extramuralen Bereichs stark gemacht. Die e-health-Wirtschaft wie den niedergelassenen Bereich als Multiplikator stärker zu nutzen, muss das Ziel sein und kann dem Projekt insgesamt nur dienlich sein.

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