- 11.02.2014, 10:34:50
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PRO-GE/GPA-djp: Kompromiss in der KBA erreicht - Streik beendet
Weniger Kündigungen und Sozialplan verhandelt; jetzt ist der Vorstand gefordert, den Standort nachhaltig zu sichern
Utl.: Weniger Kündigungen und Sozialplan verhandelt; jetzt ist der
Vorstand gefordert, den Standort nachhaltig zu sichern =
Wien (OTS/ÖGB) - "Wir haben keinen Grund zum Jubeln, aber nach den
Rahmenbedingungen und den offensichtlich unverrückbaren
Eigentümerentscheidungen einen Kompromiss erzielt, der Anlass gibt,
mit einigem Optimismus in die Zukunft des Unternehmens zu blicken",
berichten Manfred Anderle, Bundessekretär der Produktionsgewerkschaft
PRO-GE und Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft
der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) von den
Verhandlungen mit dem Vorstand der KBA-Mödling AG: Die Zahl der
angekündigten Kündigungen wird reduziert, im Rahmen der
Restrukturierung geplante Kündigungen werden nicht vor 1. Juli 2014
ausgesprochen und der Vorstand stimmt einem Sozialplan zu. So können
365 Arbeitsplätze gesichert werden. Die Belegschaft stimmte diesem
Verhandlungsergebnis heute früh in einer Betriebsversammlung zu, der
Streik ist damit beendet.
"Wir sind in diese Verhandlungen gegangen mit dem Ziel, um jeden
einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen, nach vielen Runden und drei Tagen
Streik sind es deutlich weniger als im Dezember angekündigt. Damit
lebt für uns die Hoffnung, diese Zahl noch weiter reduzieren zu
können", resümiert Anderle. Darüber hinaus gebe es die schriftliche
Zusage des Vorstandes, aus Anlass der Restrukturierung vor 1. Juli
keine Kündigung auszusprechen.
"Besonders wichtig war und ist den Beschäftigten ein Sozialplan, und
zwar auch über die Phase der Restrukturierung hinaus. Die Verhandlung
darüber werden kurzfristig aufgenommen, wir haben uns auf eine
Laufzeit von fünf Jahren geeinigt", ergänzt Proyer. Darüberhinaus
gibt es eine sogenannten Streikklausel im gestern abend paktierten
Verhandlungspapier: Die Beschäftigten haben es Schwarz auf Weiß, dass
ihnen aus ihrer Teilnahme an den Streiks keine Nachteile entstehen
und dass ihnen für diese Zeit eine Entgeltfortzahlung zusteht. "Das
war uns nach der Ankündigung der Geschäftsführung über etwaige
Konsequenzen besonders wichtig", so Proyer.
"Wir bedanken uns bei den Beschäftigten für ihren Mut und für ihre
Konsequenz, diesen Arbeitskampf durchzustehen, das war die
größtmögliche Unterstützung für unsere Bemühungen. Jetzt ist der
Vorstand der KBA-Mödling gefordert, den Standort nachhaltig zu
sichern", so Anderle und Proyer abschließend.
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