- 10.02.2014, 09:44:00
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Aerospace Industrie weiter im Aufwind
Chancen für österreichische Innovationen im 4,8 Billionen USD Aerospace Markt - Boeing-Großaufträge für AMAG und FACC
Utl.: Chancen für österreichische Innovationen im 4,8 Billionen USD
Aerospace Markt - Boeing-Großaufträge für AMAG und FACC =
Wien (OTS/PWK076) - 2013 war ein Rekordjahr für die weltweite
Luftfahrtindustrie, so der Tenor bei der Aerospace Konferenz der
Pacific Northwest Aerospace Alliance (PNAA) in Lynnwood, Washington
State, Anfang Februar 2014: Über 3 Mrd. Flugpassagiere und 3.800
verkaufte Flugzeuge mit einem Wert von 175 Mrd. USD lautete die
Bilanz für das vergangene Jahr. Unter den Konferenzteilnehmern waren
u.a. Vertreter von Boeing, Airbus, Bombardier, Embraer, Rolls-Royce,
GE Aviation, Pratt & Whitney und verschiedenen Airlines. "Von diesem
anhaltenden Aufwärtstrend im Aerospace-Sektor profitieren auch
österreichische Zulieferunternehmen", betont Rudolf Thaler,
österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. So gab etwa
die AMAG Austria Metall AG im Jänner die Unterzeichnung eines
langfristigen Liefervertrages in dreistelliger USD-Millionen-Höhe mit
Boeing bekannt. Die Lieferpalette wird um hochfeste Aluminiumbleche
und -bänder erweitert, die in allen aktuellen Boeing Modellen zum
Einsatz kommen. Das neu entwickelte Flügelspitzendesign 'Split
Scimitar Winglets' von FACC AG wird von Aviation Partners Boeing als
Retrofit für Boeing 737 Modelle angeboten, womit ein wesentlicher
Beitrag zum 'grünen' Fliegen geleistet wird. In den nächsten fünf
Jahren werden damit über 3.000 Flugzeuge ausgerüstet. Composite
Spezialist FACC schrieb mit Boeing mit dem aus mehr als der Hälfte
aus modernen Verbundstoffen bestehenden Dreamliner Boeing 787
Flugzeuggeschichte und setzte mit Innovationen neue Maßstäbe im
Leichtbau.
Boeing rechnet in seiner globalen Zwanzig-Jahresprognose mit einem
Verkauf von über 35.000 neuen Flugzeugen, was einem Verkaufsvolumen
von 4,8 Billionen USD entspricht. Dominant sind 'Single aisle'-
Flugzeuge mit einem 70% Mengen- und 47% Wertanteil. Die zukünftige
Nachfrage verlagert sich zunehmend nach Asien. Entfielen 1992 noch
73% aller verkauften Flugzeuge auf USA und Europa, waren es 2013
knapp über die Hälfte (52%) und bis 2032 soll der US-EU-Anteil auf
39% sinken. Wachstumstreiber werden Emerging Markets sein. 41% der
weltweiten Flotte sollen bis 2032 durch effiziente, moderne Flugzeuge
ausgetauscht werden, 59% entfallen auf Wachstum. Etwas konservativer
ist die Vorschau von Airbus, der bis 2032 von 29.230 neuen verkauften
Flugzeugen zu einem Wert von 4,4 Billionen USD ausgeht. Das
Passagieraufkommen soll sich wie in der Vergangenheit nach 15 Jahren
wieder verdoppeln - die globale Mittelklasse wird dies bis 2032 tun
und ein wesentlicher Wachstumsmotor sein.
Thaler: "Die Nachfrage nach kommerziellen Flugzeugen scheint nicht
abzureißen. Niedrige Kapitalkosten geben Airlines starke Anreize,
ihre Flotte zu modernisieren und auszubauen. Im Business Jet Sektor
sind noch viele Gebrauchtflugzeuge am Markt, der Trend zu größeren
Business Jets wird sich fortsetzen." Dem an hohen Treibstoffkosten
leidenden Cargo-Segment wird indes eine Erholung prophezeit. Das
Militärgeschäft ist in den USA in den vergangenen Jahren geschrumpft
und stark abhängig vom sinkenden Verteidigungsbudget. Global wird
aber von einer robusten Nachfrage an Kampfjets ausgegangen.
"Chancen für neue Zulieferunternehmen ergeben sich durch die
laufende Anpassung der Zulieferarchitektur, die es
Flugzeugherstellern ermöglicht, nachhaltige Wettbewerbsvorteile im
komplexen und hochkompetitiven Aerospacesektor zu schaffen", so
Thaler. Boeing kaufte 2013 Teile im Wert von 35 Milliarden USD zu.
Die globale Boeing-Lieferkette umfasst 5.400 Unternehmen mit 500.000
Beschäftigten. Fast eine Milliarde Teile werden pro Jahr in
kommerzielle Boeing Flugzeuge eingebaut. Thaler: "Herausragende
Technologien sind aber Voraussetzung, um an der Entwicklung von
Flugzeugen der nächsten Generation mitzuarbeiten. Gefragt sind
Innovationen, die Flugzeuge 'grüner' - d.h. treibstoffsparend, mit
weniger Lärm- und CO2 Footprint - und leichter machen und damit die
Reichweite erhöhen, die Wartungskosten reduzieren und das
Flugerlebnis steigern." Dies erfordert seitens der Flugzeughersteller
'lean innovation', stärkere Zulieferintegration und laufende
Qualitätssteigerungen. Noch lange nicht ausgeschöpft ist das
Automatisierungspotential durch innovative Fertigungsverfahren wie
additive Fertigungstechnologien ('3D Printing'). Für Neueinsteiger
sind Flugzeuggiganten wie Boeing eine nicht durchschaubare Black Box.
Kontakte zu Entscheidungsträgern bieten spezialisierte Messen und
Konferenzen. (BS)
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