PRO-GE/GPA-djp: "Es wird so lange gestreikt, bis das KBA-Management einlenkt"

Beschäftigte lassen sich nicht einschüchtern, Vorgangsweise des Konzerns völlig inakzeptabel

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Einschüchterungsversuche des Vorstands der KBA-Mödling AG nützen nichts: Die Beschäftigten wehren sich gegen den geplanten Abbau von 450 Arbeitsplätzen, und sie haben unsere volle Unterstützung. Aus ganz Österreich wird in der Zwischenzeit Solidarität mit den Streikenden bekundet, auch viele BetriebsrätInnen signalisieren Unverständnis mit der Vorgangsweise des Unternehmens, Hunderte Beschäftigte kündigen zu wollen, ohne die Konzepte der Belegschaftsvertretung und ihrer Gewerkschaften zur Sicherung des Standorts zu diskutieren", berichten Manfred Anderle, Bundessekretär der PRO-GE (Produktionsgewerkschaft), und Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus Papier).++++

Auf den Onlineforen der beiden Gewerkschaften haben sich in der Zwischenzeit Hunderte Menschen eingetragen. "Wir mussten immer wieder Arbeitskämpfe führen, so eine starke Welle der Solidarität spüren wir aber nicht in jedem Konflikt, was aber nicht verwundert: Es ist ja auch einzigartig, dass ein Unternehmen in einem als rechtliche Information bezeichneten Schreiben behauptet, die Teilnahme an einem Streik hätte persönlich weitreichende Konsequenzen - ein inferiorer Einschüchterungsversuch aus längt verflossenen Zeiten, von dem sich die Beschäftigten nicht beirren lassen", so Proyer.

"Der Unmut unter den österreichischen BetriebsrätInnen über die Vorgangsweise des Konzerns ist groß. Überfallsartig wurden die Beschäftigten kurz vor Weihnachten vor vollendete Tatsachen gestellt. Die KBA-Betriebsräte erhielten fast keine Informationen und Unterlagen, wie es gesetzlich eigentlich vorgesehen ist. Und dann noch die massiven Einschüchterungsversuche. Die Gewerkschaften stellen klar, dass ein Streik unter anderem durch die österreichische Verfassung und die Menschenrechtskonvention abgesichert ist", betont Anderle. Daher darf niemand, der an einem Arbeitskampf teilnimmt, deswegen benachteiligt werden. Darum haftet auch niemand für die Folgen eines Streiks. Es liegt am bestreikten Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberverband, einzulenken und dadurch Schäden zu vermeiden.

"Unser Ziel ist klar: es wird so lange gestreikt, bis das Management einlenkt, die geplanten Maßnahmen zurücknimmt und mit dem Betriebsrat und mit uns Verhandlungen über alternative Formen der wirtschaftlichen Restrukturierung aufnimmt", so Anderle und Proyer abschließend: "Es ist völlig inakzeptabel, dass sich die KBA ein Heer von Beratern leistet und horrende Summen für eine menschenverachtende Vorgangsweise ausgibt, die in ganz Österreich nur Kopfschütteln auslöst."

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