- 07.02.2014, 11:24:26
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PRO-GE/GPA-djp: "Es wird so lange gestreikt, bis das KBA-Management einlenkt"
Beschäftigte lassen sich nicht einschüchtern, Vorgangsweise des Konzerns völlig inakzeptabel
Utl.: Beschäftigte lassen sich nicht einschüchtern, Vorgangsweise
des Konzerns völlig inakzeptabel =
Wien (OTS/ÖGB) - "Die Einschüchterungsversuche des Vorstands der
KBA-Mödling AG nützen nichts: Die Beschäftigten wehren sich gegen den
geplanten Abbau von 450 Arbeitsplätzen, und sie haben unsere volle
Unterstützung. Aus ganz Österreich wird in der Zwischenzeit
Solidarität mit den Streikenden bekundet, auch viele BetriebsrätInnen
signalisieren Unverständnis mit der Vorgangsweise des Unternehmens,
Hunderte Beschäftigte kündigen zu wollen, ohne die Konzepte der
Belegschaftsvertretung und ihrer Gewerkschaften zur Sicherung des
Standorts zu diskutieren", berichten Manfred Anderle, Bundessekretär
der PRO-GE (Produktionsgewerkschaft), und Karl Proyer, stv.
Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus Papier).++++
Auf den Onlineforen der beiden Gewerkschaften haben sich in der
Zwischenzeit Hunderte Menschen eingetragen. "Wir mussten immer wieder
Arbeitskämpfe führen, so eine starke Welle der Solidarität spüren wir
aber nicht in jedem Konflikt, was aber nicht verwundert: Es ist ja
auch einzigartig, dass ein Unternehmen in einem als rechtliche
Information bezeichneten Schreiben behauptet, die Teilnahme an einem
Streik hätte persönlich weitreichende Konsequenzen - ein inferiorer
Einschüchterungsversuch aus längt verflossenen Zeiten, von dem sich
die Beschäftigten nicht beirren lassen", so Proyer.
"Der Unmut unter den österreichischen BetriebsrätInnen über die
Vorgangsweise des Konzerns ist groß. Überfallsartig wurden die
Beschäftigten kurz vor Weihnachten vor vollendete Tatsachen gestellt.
Die KBA-Betriebsräte erhielten fast keine Informationen und
Unterlagen, wie es gesetzlich eigentlich vorgesehen ist. Und dann
noch die massiven Einschüchterungsversuche. Die Gewerkschaften
stellen klar, dass ein Streik unter anderem durch die österreichische
Verfassung und die Menschenrechtskonvention abgesichert ist", betont
Anderle. Daher darf niemand, der an einem Arbeitskampf teilnimmt,
deswegen benachteiligt werden. Darum haftet auch niemand für die
Folgen eines Streiks. Es liegt am bestreikten Arbeitgeber bzw.
Arbeitgeberverband, einzulenken und dadurch Schäden zu vermeiden.
"Unser Ziel ist klar: es wird so lange gestreikt, bis das Management
einlenkt, die geplanten Maßnahmen zurücknimmt und mit dem Betriebsrat
und mit uns Verhandlungen über alternative Formen der
wirtschaftlichen Restrukturierung aufnimmt", so Anderle und Proyer
abschließend: "Es ist völlig inakzeptabel, dass sich die KBA ein Heer
von Beratern leistet und horrende Summen für eine menschenverachtende
Vorgangsweise ausgibt, die in ganz Österreich nur Kopfschütteln
auslöst."
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