• 04.02.2014, 10:02:15
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Wildkultur: Bundesforste investieren in nachhaltigen Speisefisch

Bundesforste investieren 1,6 Mio. Euro in Fischerei - Ausbau der nachhaltigen Aquakulturen im Salzkammergut - Verdoppelung der Speisefischmengen von 80 auf 160 Tonnen

Utl.: Bundesforste investieren 1,6 Mio. Euro in Fischerei - Ausbau
der nachhaltigen Aquakulturen im Salzkammergut - Verdoppelung
der Speisefischmengen von 80 auf 160 Tonnen =

Wien/Purkersdorf (OTS) - Nur 14 Tage lang im Jahr kann sich
Österreich selbst mit Fisch aus heimischer Produktion versorgen. Der
von der EU ins Leben gerufene "Fish Dependence Day" zeigt auf, wie
lange ein Land seinen Speisefischbedarf aus eigenen Gewässern decken
kann, bis es auf Importe angewiesen ist. Mit dem Ausbau der
Aquakulturen im Salzkammergut tragen die Österreichischen
Bundesforste (ÖBf) dazu bei, den österreichischen
Selbstversorgungsgrad von derzeit rund 5 % zu erhöhen. "Die Nachfrage
nach heimischem Fisch ist ungebrochen. Wir werden insgesamt 1,6
Millionen Euro in den Ausbau unserer Aquakultur investieren. Damit
können wir das Gesamtangebot an heimischen Speisefischen aus
Bundesforste-Seen und Aquakulturen von derzeit 80 Tonnen pro Jahr auf
zukünftig 160 Tonnen verdoppeln", freut sich
Bundesforste-Finanzvorstand Georg Schöppl. Georg Erlacher,
Vorstandssprecher der Bundesforste betont: "Wir haben uns ganz einer
schonenden und nachhaltigen Aquakultur verschrieben. Kultiviert
werden nur heimische Fischarten aus der Region wie Seesaibling und
Seeforelle. Sie werden als direkte Nachkommen von Wildfischen aus den
ÖBf-Seen im Salzkammergut, etwa dem Hallstättersee, Toplitzsee oder
Grundlsee, herangezogen."

Neue Teichanlagen und Bruthaus für Jungfische

Investiert wird in neue Teiche, Fließbecken und ein Bruthaus für
Jungfische, die nach dem Vorbild der Natur als naturnahe Anlagen
errichtet werden. Kultiviert werden darin Seesaiblinge und
Seeforellen, die von ungezüchteten und ungefütterten Wildfischen aus
dem Grundlsee und Toplitzsee abstammen. "Diese Form der Kultivierung
stellt eine perfekte Verbindung von Wildfang und Aquakultur dar",
erklärt Erlacher, "daher nennen wir sie auch "Wildkultur"." Ein
natürliches Lebensumfeld und artgerechte Ernährung sorgen dafür, dass
Wildkultur-Fische den höchsten Wert an gesunden Omega-3-Fettsäuren
aller heimischen Speisefische aufweisen. "Bei ihrer Entnahme sind die
Speisefische mindestens zweieinhalb Jahre alt", legt Erlacher auf
nachhaltige Bewirtschaftung größten Wert. Um eine kontinuierliche
Versorgung mit Jungfischen aus eigener nachhaltiger Zucht
sicherzustellen, steht auch die Errichtung eines neuen Bruthauses für
rund eine Million Eier von Wildfisch-Seesaiblingen und Seeforellen
auf dem Plan.

Verdoppelung der Speisefischmengen über Region hinaus

Durch die baulichen Maßnahmen können die Mengen aus den naturnahen
Aquakulturen verdoppelt werden: Sind es derzeit insgesamt rund 80
Tonnen Fisch, die in den ÖBf-Fischwelten verkauft werden, soll die
Menge in den kommenden Jahren sukzessive auf 160 Tonnen steigen. "Mit
dem Ausbau unserer Wildkultur-Linie können wir das Angebot an
hochwertigem, heimischem Speisefisch zukünftig auf ganz Österreich
erweitern. Mit dem Salzkammergut sind und bleiben wir jedoch eng
verwurzelt und werden auch zukünftig ein starker Partner für die
Betriebe und Gastronomie in der Region sein", sagt Schöppl.

Wildfisch 2014 erneut nahezu ausverkauft

Ungebrochener Beliebtheit erfreuen sich auch die Wildfische, die
direkt aus den von den Bundesforsten bewirtschafteten
Salzkammergut-Seen stammen. Als Publikums-Hit hat sich die
Hallstätter Reinanke aus dem Hallstätter See erwiesen. Gefischt wird
in der Fangsaison von Mai bis September nahezu täglich und damit die
Region beliefert. 2013 fanden rund vier Tonnen Wildfisch ihren Weg in
regionale Gastronomiebetriebe. Seit der letzten Saison kommt Wildfang
auch erstmals in Wien im Gourmet-Restaurant "Steirereck" auf den
Tisch. "Wir bewirtschaften unsere Gewässer schonend und nachhaltig.
Die jährlichen Fangquoten sind begrenzt", unterstreicht Erlacher,
"entnommen wird nicht mehr als nachwächst." Die Jahresmenge an
Wildfang für 2014 ist bereits jetzt wieder so gut wie ausverkauft.

Die Österreichischen Bundesforste betreuen und bewirtschaften 74
der größeren Seen und rund 2.000 km Fließgewässer in Österreich,
darunter beliebte Badeseen wie Wörthersee, Attersee oder Altausseer
See und zahlreiche Fischereigewässer wie die Salza oder Traun.

www.fischwelten.at

Pressefotos unter www.bundesforste.at

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