Schneemassen 2 - Arbeiten in Kärnten in vollem Gange

LH Kaiser: Nächste Einsatzbesprechung in LAWZ morgen, Sonntag, um 10.00 Uhr - LR Köfer: Dank an Land Steiermark für unbürokratische Unterstützung

Klagenfurt (OTS/LPD) - Bei der Einsatzbesprechung in der Landesalarm-und Warnzentrale LAWZ in Klagenfurt wurden heute, Samstag, auch die Auswirkungen der enormen Schneemassen auf die Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahnverbindungen und Stromleitungen besprochen. Außerdem informierten die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sowie der Lawinenwarndienst des Landes über die aktuelle Lage. Die Lawinengefahr sei nach wie vor hoch, die Bevölkerung werde zur Vorsicht gemahnt.

Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser dankt allen Kräften, die für die Sicherheit, Versorgung und Mobilität der Menschen im Einsatz stehen. Er teilt mit, dass morgen, Sonntag, um 10.00 Uhr die nächste Besprechung des Einsatzstabes in der LAWZ stattfindet. Kaiser macht die Bevölkerung außerdem auf die wichtigen und laufend aktualisierten Informationen unter www.lawinenwarndienst.ktn.gv.at oder www.sicherheit.ktn.gv.at aufmerksam.

Straßenbaulandesrat Gerhard Köfer ließ mitteilen, dass alle verfügbaren internen Einsatzkräfte in die Bereiche der Straßenbauämter Villach und Spittal verlegt wurden. Insgesamt würden über 20 Schneefräsen in den betroffenen Regionen zur Verfügung stehen. Diese Geräte sollten bis Anfang nächster Woche die gesperrten Straßenabschnitte des Landes und nach Verfügbarkeit auch der Gemeinden von den Schneemassen befreien. Köfer bedankt sich vor allem beim Land Steiermark, das sofort und unbürokratisch der Anfrage nach Unterstützung nachgekommen sei. "Die drei Schneefräsen des Landes Steiermark sind bereits im Bereich der Straßenmeisterei Greifenburg im Einsatz. Die Schneeräumung in den betroffenen Gebieten wird hochprofessionell durchgeführt", so der Landesrat, der sich persönlich einen guten Überblick über den Einsatz verschaffen konnte. Durch die überregionale Kooperation solle es nunmehr möglich sein, der Bevölkerung, dem Tourismus und der Wirtschaft die notwendige Infrastruktur Straße in kürzestmöglicher Zeit wieder zur Verfügung zu stellen.

In der LAWZ teilte Josef Polster von der Kelag mit, dass zeitweise 2.500 bis 3.000 Kärntner Haushalte ohne Strom gewesen seien. Derzeit seien es noch rund 1.500, man habe die Situation aber im Griff. Straßen, die noch nicht frei seien, würden das Vorankommen der Reparaturtrupps verlangsamen. Die Kelag macht auf ihre Notrufnummer 050525 aufmerksam, die Durchwahl im Bereich Spittal lautet 6694, im Bereich Villach 6692 und im Bereich Hermagor 6696.

Christoph Posch von den ÖBB sagte, dass die Bahnverbindungen östlich von Villach nach Plan verlaufen würden, westlich von Villach jedoch im Notbetrieb. Die Strecke Klagenfurt-Villach sei wieder offen, Villach-Rosenbach würde ab Mittag offen sein, nach Deutschland oder Italien hingegen gehe nichts. Laut Posch sind allein am Verschiebebahnhof Villach über 70 ÖBB-Bedienstete mit dem Freischaufeln der Weichen beschäftigt.

Wilfried Ertl vom Lawinenwarndienst des Landes teilte mit, dass seit heute in der Früh und auch noch morgen, Sonntag, für ganz Oberkärnten die höchste Lawinenwarnstufe 5 gelte. Heiligenblut sei heute wieder erreichbar, dass Nassfeld bleibe gesperrt.

Von der ZAMG war Christian Stefan in der LAWZ. Für die Bezirke Hermagor und Spittal vermeldet die ZAMG, dass in der Nacht zum Sonntag in den Karnischen Alpen erneut kräftiger Schneefall aufleben solle. Bis Montag Früh erwartet die ZAMG noch einmal um die 50 bis 80 Zentimeter Neuschnee. Die aktuellen Wetterdaten und -warnungen finden Sie unter www.zamg.at/warnungen.
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