- 31.01.2014, 11:54:27
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Wimmer: Lohnsteuer muss gesenkt werden
Wien (OTS/SK) - Die ständig steigenden Lohnsteuereinnahmen zeigen
deutlich, dass es höchste Zeit ist, hier eine Korrektur nach unten
anzubringen. Das betonte SPÖ-Nationalratsabgeordneter und
PRO-GE-Vorsitzender Rainer Wimmer in der letzten Nationalratssitzung.
Wimmer verwies darauf, dass die Lohnsteuereinnahmen in Höhe von ca.
24 Milliarden Euro im Budget 2013 beinahe so hoch waren wie die
Einnahmen aus der Umsatzsteuer. "Dass sich der Finanzminister darüber
freut, ist klar. Aber für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist
das ein Problem, und sie beginnen zu verzweifeln." ****
Der Abgeordnete verdeutlichte, wie sich die kalte Progression bei der
Lohnsteuer auswirkt: "Wenn wir 2011 die Bruttobezüge um 3,6 Prozent
erhöht haben, dann hat die Lohnsteuer fast sechs Prozent ausgemacht.
Wenn wir 2012 auch sehr erfolgreich waren für die Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer und dort 4,3 Prozent herausverhandelt haben, hat die
Lohnsteuer sieben Prozent betragen." Wimmer begrüßte daher die
Ankündigung von Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl, eine
Steuerstrukturkommission einzusetzen.
Als konkretes Ziel formulierte NAbg. Wimmer die Senkung des
Eingangssteuersatzes: "In Österreich haben wir den zweithöchsten
Eingangssteuersatz Europas. Der muss auf zumindest 25 Prozent gesenkt
und die unteren Lohn- und Gehaltsgruppen damit entlastet werden."
Zur Gegenfinanzierung biete sich die Vermögenssteuer an. Wie eine
aktuelle Studie der Universität Linz zeige, könnten jährliche
Einnahmen zwischen 2,6 und 5,3 Milliarden Euro bei einer Freigrenze
von einer Million erzielt werden. "Das ist genau der Spielraum für
die Lohnsteuersenkung. Beim Vermögen wären nur fünf Prozent der
Haushalte davon betroffen. Das heißt, das Vermögen ist in Österreich
auf ganz, ganz wenige zugeschnitten. Das gesamte Nettovermögen
Privater wird laut Studie auf rund 1,25 Billionen Euro geschätzt."
(Schluss) mo/mp
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