• 31.01.2014, 10:23:32
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Offener Brief zum Linzer Burschenbundball

Wien (OTS) - Heute ging folgender Offene Brief von den
KZ-Überlebenden und ZeitzeugInnen Marko M. Feingold, Überlebender des
KZ Auschwitz, Dora Schimanko, flüchtete mit Kindertransport vor
Nazis, Prof. Rudolf Gelbard, Überlebender des KZ Theresienstadt,
Katharina Sasso, Widerstandskämpferin und Überlebende des KZ
Ravensbrück, Prof. Rudolf Sarközi, Überlebender des KZ Lackenbach und
Anna Hackl, rettete mit ihrer Familie Häftlinge des KZ Mauthausen an
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer:

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!

Wir unterzeichneten KZ-Überlebenden und ZeitzeugInnen richten an
Sie den dringenden Appell, nicht mehr am Linzer Burschenbundball
teilzunehmen. Denn Ihre Teilnahme verleiht den deutschnationalen und
rechtsextremen Verbindungen, die diesen Ball veranstalten, den Schein
der Salonfähigkeit.

Nicht zufällig gehörte etwa dem "Corps Alemannia Wien zu Linz" das
NS-Idol Horst Wessel an, nicht zufällig hat die "Arminia Czernowitz
zu Linz" den Vortrag eines fanatischen Antisemiten mit einem
NSDAP-Motiv im Jahr 2010 beworben. Angesichts solcher Fakten ist Ihre
Aussage, auf dem Ball selbst hätten Sie nie etwas Rechtsextremes
bemerkt, kein stichhaltiges Argument.

Gehen Sie im Interesse Ihrer Glaubwürdigkeit und im Interesse
Oberösterreichs auf Distanz zu den Ewiggestrigen! Bleiben Sie dem
Burschenbundball fern - und entsenden Sie auch keine Vertretung!

Wir ersuchen Sie um baldige Antwort.

Ein weiterer Offener Brief wurde an Rektor Univ.-Prof. Dr. Richard
Hagelauer geschickt.

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Meldung" unter http://www.ots.at

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