Hakel: Brauchen im Urheberrecht eine faire Balance zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern

SPÖ-Kultursprecherin plädiert für rasche Reform des Urheberrechts und Stärkung der Position der Kreativen

Wien (OTS/SK) - Für eine faire Balance im Urheberrecht zwischen UrheberInnen, VerwerterInnen und NutzerInnen plädierte gestern, Dienstag, SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel im Rahmen einer Podiumsdiskussion der KultursprecherInnen der Parlamentsparteien im Österreichischen Filminstitut. "Mir ist die Stärkung der Künstlerinnen und Künstler durch ein Urhebervertragsrecht ein zentrales Anliegen. Aber auch Konsumentinnen und Konsumenten brauchen mehr Klarheit darüber, was legal und was nicht legal ist", betonte Hakel, die ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert forderte, das aktuellen Entwicklungen in Sachen Mediennutzungsverhalten, aber auch technischen Neuerungen und neuen Formen der kulturellen Praxis Rechnung tragen müsse. ****

Stellung nahm die SPÖ-Kultursprecherin auch zur Diskussion um eine Festplattenabgabe. "Ich kann mir hier vorstellen, dass wir kurzfristig etwas machen, etwa mit Befristung und anschließender Evaluierung. Allerdings muss uns bewusst sein, dass im Zeitalter von Streaming und der Cloud längerfristig andere Lösungen notwendig sind", erläuterte die SPÖ-Kultursprecherin. Zur Stärkung der Position der KünstlerInnen brauche es als Ergänzung jedenfalls ein Urhebervertragsrecht. "Im Verhältnis zwischen Urheber und Verwerter besteht in den meisten Fällen ein erhebliches Machtgefälle. Hier müssen wir ansetzen", forderte Hakel und führte hier als eine Möglichkeit die Verankerung eines Bestsellerparagraphen an.

Auch für KonsumentInnen gelte es die Situation zu verbessern, "keine Lösung" sei jedenfalls eine "Kriminalisierung des nicht-kommerziellen Tauschs von Dateien am Schulhof". Auch ein ausuferndes Abmahnwesen wie in Deutschlang gelte es zu verhindern, erläuterte die SPÖ-Kultursprecherin. "Wir brauchen auch mehr legale Angebote. Ich selbst komme aus einer ländlichen Region und weiß daher, wie schwer es ist, zum Beispiel aktuelle österreichische Filme zu sehen. Hier müssen wir das Internet als Chance begreifen und neue Wege der Verbreitung beispielsweise durch eine gut bestückte Plattform gehen", sagte Hakel abschließend. (Schluss) mb/sas/mp

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