KONSUMENT: Große Preisspanne bei Ablebensversicherungen

Anbietervergleich zeigt: Prämienunterschiede von mehreren hundert Euro

Wien (OTS/VKI) - Der Markt für Risikoablebensversicherungen hat sich verändert, was gleich geblieben ist, sind die großen Preisunterschiede zwischen den Anbietern. "Wer bereits vor dem Abschluss einen sorgfältigen Produktvergleich durchführt, kann hier über einen langen Zeitraum Geld sparen", betont Gabi Kreindl, Versicherungsexpertin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). Das zeigt auch ein aktueller VKI-Test bei insgesamt 20 Versicherungsunternehmen: Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen demnach bei einem teuren Anbieter bis zu viermal mehr als bei einem günstigen. In manchen Fällen betragen die Prämienunterschiede - bei gleichen Voraussetzungen - mehrere hundert Euro. Alle Details zur Erhebung gibt es online unter www.konsument.at sowie ab 30.01. in der Februarausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

"Generell gilt: Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko oder gefährlichen Hobbys zahlen für ihre Ablebensversicherungen mehr als andere", erklärt Versicherungsexpertin Kreindl. "Wie viel mehr hängt dabei allerdings stark vom Anbieter ab." So zahlen z.B. Raucher bei den meisten Unternehmen gut das Doppelte, im Fall der Basler Versicherung sogar noch mehr. Ein 30jähriger Raucher müsste dort bei einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Versicherungssumme von 100.000 Euro rund 233 Euro pro Jahr zahlen, während er als Nichtraucher mit rund 98 Euro versichert wäre. Bei anderen Anbietern fällt das Rauchen dagegen nicht so stark ins Gewicht.

Ein weiteres Kriterium ist das Alter des Versicherten. "Während seit Einführung der Unisex-Tarife im Dezember 2012 das Geschlecht keine Rolle mehr spielen darf, ist die Differenz zwischen Jung und Alt gewachsen", weiß VKI-Expertin Kreindl. "Die Prämienangebote für Jüngere um die 30 sind dadurch nun günstiger, Ältere dagegen müssen tiefer in die Tasche greifen." Ebenfalls wichtig: Konsumentinnen und Konsumenten können sich nicht darauf verlassen, dass ein Versicherer mit einem günstigen Tarif für 40jährige dasselbe auch für 30- und 50jährige bietet. Die günstigsten Angebote über alle Altersgruppen hinweg boten im aktuellen Test die drei Versicherungsunternehmen Europa, Interrisk und Dialog.

KONSUMENT-Tipps:

- Vor Abschluss genau prüfen, welche Versicherung für konkrete Risikofaktoren und Altersklassen das beste Produkt bietet. Ein Onlinevergleich und/oder ein unabhängiger Makler können bei der Entscheidung helfen.

- Manche Unternehmen bieten anstelle von Ablebensversicherungen auch andere Lebensversicherungsprodukte an. Wer "nur" eine Ablebensversicherung benötigt, sollte sich von solchen Angeboten nicht beirren lassen.

- Jährlich statt monatlich zahlen: Eine jährliche Zahlweise kommt langfristig günstiger, bei monatlichen Zahlungen werden bis zu fünf Prozent aufgeschlagen.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Risikoablebensversicherungen gibt es unter www.konsument.at sowie ab 30.01. in der Februarausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
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