• 28.01.2014, 11:43:57
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10. BIO AUSTRIA Bauerntage unter dem Motto "Vielstimmig im Einklang - Kooperation statt Konkurrenz"

Wels (OTS) - Die größte Weiterbildungsveranstaltung in der
Bio-Landwirtschaft in Österreich macht auch heuer wieder Schloss
Puchberg bei Wels für drei Tage (28. - 30. Jänner 2014) zum Zentrum
der biologischen Landwirtschaft.

"Vielstimmig im Einklang - Kooperation statt Konkurrenz" lautet
das Generalmotto der BIO AUSTRIA Bauerntage im Jubiläumsjahr. Dass
wir unsere globalen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und
ökologischen Probleme nur gemeinsam lösen können, steht für
zahlreiche ExpertInnen außer Frage. BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch
spricht in seiner Eröffnungsrede auch die konkreten nötigen
politischen Rahmenbedingungen für kooperatives Agieren an. Diese
werden wesentlich durch das Österreichische Programm für Ländliche
Entwicklung bis 2020, das in wenigen Wochen finalisiert werden soll,
beeinflusst. Vierbauch fordert dabei: "Wir brauchen ein
Maßnahmen-Bündel zur Stärkung der Bio-Landwirtschaft im zukünftigen
Programm für Ländliche Entwicklung."

Alina Ujupan, Vertreterin von EU-Agrarkommissar Ciolos, stellt
fest: "Die biologische Landwirtschaft ist durch die GAP-Reform besser
sichtbar geworden. Sowohl die Anerkennung der Bio-Landwirtschaft auf
das Greening der Direktzahlungen als auch die Tatsache, dass Bio ein
eigener Artikel im Programm für Ländliche Entwicklung gewidmet ist,
zeigen, dass die Leistungen der biologischen Landwirtschaft im Rahmen
der GAP anerkannt und gefördert werden. Die GAP bietet eine Vielzahl
möglicher Maßnahmen um Bio-Landwirtschaft zu unterstützen, jetzt
allerdings sind die Mitgliedstaaten am Zug, diese Instrumente auch zu
nutzen."

In Österreich scheinen die Zeichen derzeit allerdings auf
Ausbremsen zu stehen. Man sieht die Chancen einer wachsenden
Bio-Landwirtschaft nicht, sondern scheint sich vielmehr vor einem
Mehr an Bio zu fürchten. Vierbauch dazu: "Ich setze auf
Bundesminister Rupprechter, dass er ein Programm schmiedet, das dem
Regierungsvorhaben der Stärkung der Bio-Landwirtschaft gerecht wird."

Eröffnungstag im Zeichen von Kooperation statt Konkurrenz

Wie vielfältig und erfolgreich gelebte Kooperation sein kann,
zeigen unter anderem best practice Beispiele: Heinz Gstir, Obmann von
bioalpin, erläutert am Beispiel von "Bio vom Berg", der
Qualitätsmarke der Tiroler Bio-Bergbauern, wie ein starkes Netz
zwischen biobäuerlichen ProduzentInnen zu Verarbeitern und Händlern
entstehen, wachsen und zum Erfolg werden kann. Stefan Beschorner
macht im CSA (Community Supported Agriculture) Projekt Gela Gärtnerei
Ochsenherz die Kooperation von Produzent und KonsumentInnen zu einem
Gewinn für alle. Christian Felbers "Gemeinwohl-Ökonomie" setzt auf
Kooperation mit dem Ziel des größtmöglichen Nutzens für alle.

Seit 10 Jahren: Fortbildung auf hochkarätig besetzten
Fachtagen

Christa Größ, Leiterin des Geschäftsfelds Landwirtschaft bei BIO
AUSTRIA: "Zehn Jahre BIO AUSTRIA Bauerntage, das bedeutet eine
bisherige Bilanz von 715 ReferentInnen und 8.350 TeilnehmerInnen;
herausragende ReferentInnen wie Felix Prinz zu Löwenstein, Susanne
Fischer, Claus Hipp und viele mehr sowie zahlreiche gelungene
Kooperationen: mit dem LFZ Gumpenstein, der Arge Huhn & Co, dem
österreichischen Demeterbund, der Arche Noah, der Arge Biofisch, dem

Studio Schlierbach und der Bio-Schule Schlägl. Auch heuer setzen
wir - entsprechend dem Motto Kooperation - bei den insgesamt 75
ReferentInnen der zehn Fachtage auf einen Mix aus VetreterInnen aus
Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Beratung und
landwirtschaftlicher Praxis. Denn sowohl die fachliche und
persönliche Weiterentwicklung jedes Einzelnen als auch die
Weiterentwicklung der Bio-Landwirtschaft insgesamt baut auf ein
Zusammenspiel, eine Kooperation all dieser Bereiche auf."

Innovationen für die Zukunft fördern

Bereits zum fünften Mal verleiht BIO AUSTRIA am Eröffnungsabend
der Bauerntage den von BIO AUSTRIA ausgeschriebenen Innovationspreis
"BIO AUSTRIA-Fuchs" an die Erfinder von drei besonders innovativen
Lösungen für die landwirtschaftliche Praxis. Der erste Preis und die
Bio-Fuchs Skulptur gehen an Harald Andreas Zach aus Schwarzau in der
Steiermark für seine Erfindung eines halbautomatischen
Kürbissetzgerätes. Das selbstgebaute Kürbissetzgerät bietet die
Möglichkeit, stark angekeimte Kürbiskerne zu einem späteren Zeitpunkt
zu setzen und damit Ausfälle durch Frost bzw. schlechtere
Keimfähigkeit bei schweren Böden zu vermeiden und gleichzeitig
während des Setzvorgangs Unkraut zu beseitigen. Der zweite Preis geht
an Andreas Humer aus Linz für seine Erfindung eines drahtlosen
Bienenrahmens. Die aus heimischem Lindenholz gefertigte, komplett
zerlegbare und wiederverwendbare Konstruktion ermöglicht ein
unkompliziertes Ausschneiden der Altwaben, eine leichtere Entsorgung
des Wachstresters, platzsparende Lagerung der Rahmenteile sowie einen
leichten Zusammenbau. DI Dieter Böhme aus Neumarkt in Oberösterreich
wird für seine Erfindung eines Blatternters für den Kräuterbau mit
dem dritten Preis ausgezeichnet. Die Kräuter werden hierbei mit einem
Doppelmessermähwerk sauber abgeschnitten und dann über einen
Luftkanal, einer Art Luftbett, nach hinten auf den Anhänger geblasen.

Der Anerkennungspreis für die Gestaltung des Bio-Feuerwehrfestes
geht an Johann Unger aus Lohngraben in der Steiermark. Die
Ortsfeuerwehrgruppe hat auf gemeinsamen Beschluss ein komplettes
Feuerwehrfest, inklusive Bio-Verpflegung, Vor- und Nachbereitung,
nachhaltig und umwelt- und ressourcenschonend umgesetzt. Die Jury
vergab den Anerkennungspreis für diese Veranstaltung, da die Art der
Durchführung, eine große Vorbildwirkung für andere derartige Feste
hat.

Gestiftet wurden die Preise von den Firmen Schachinger aus
Seitenstetten (1.Preis) und der Österreichischen Hagelversicherung
(3.Preis), der Firma GEA (Warengutscheine für den 2. und 3. Platz,
sowie den Anerkennungspreisträger) sowie von Bio Ferien
(Anerkennungspreis).

Nähere Infos zu den BIO AUSTRIA Bauerntagen unter
www.bio-austria.at.

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