- 27.01.2014, 10:07:33
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Jede Frau hat das Recht auf Schutz und Sicherheit - Österreich verpflichtet sich
Wien (OTS) - Der Mord in Kufstein in Tirol an der jungen Studentin
aus Frankreich löste in ganz Österreich tiefe Betroffenheit aus.
Tragische Berichterstattungen über Gewalt an Frauen und Mädchen bis
hin zu Mord sind leider kein Einzelfall. Besonders im sozialen
Nahraum, also in der Familie oder im Freundeskreis, erleiden Frauen
und Mädchen Gewalt. "Jede vierte bis fünfte Frau in Österreich ist
mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt durch einen nahen
Angehörigen betroffen", berichtet Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin
des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF. Die Kampagne
"Ich unterstütze" bietet Information und die Möglichkeit, sich gegen
Gewalt an Frauen und Mädchen zu positionieren.
Ich unterstütze!
Zusammen mit anderen europäischen Staaten (Serbien, Slowenien,
Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina) und der European Women's
Lobby entwickelte der Verein AÖF mit WAVE (Women Against Violence
Europe) die Kampagne "Ich unterstütze". Statements wie "Jede Frau hat
das Recht auf Schutz und Sicherheit" oder "Keine Frau darf
misshandelt werden", "Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden"
informieren über die Inhalte der "Istanbulkonvention" (Übereinkommen
des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
und häuslicher Gewalt). Und sie können auf Plakaten oder online unter
www.ichunterstütze.org unterschrieben werden. "Viele Politikerinnen
und Politiker haben mit ihrer Unterschrift bereits ein wichtiges
Zeichen gesetzt. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass möglichst
viele Österreicherinnen und Österreicher die Kampagne unterstützen
und mit ihrer Unterschrift gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Stellung beziehen", berichtet Rösslhumer.
Österreich verpflichtet sich
Mit der Ratifizierung der "Istanbulkonvention" verpflichtete sich
Österreich zu weiteren Anstrengungen, Frauen vor Gewalt zu schützen.
"Um Frauen ein gewaltfreies Leben zu sichern, braucht es aber vor
allem die Unterstützung von den Bürgerinnen und Bürgern", betont
Rösslhumer. Denn Gewalt an Frauen beginnt nicht mit Prellungen,
Knochenbrüchen und Platzwunden. Sie beginnt mit Sprüchen wie "Frauen
sind Heulsusen", "Frauen können nicht einparken" oder "Wenn Frauen
nein sagen, meinen sie eigentlich eh ja". Informieren Sie sich jetzt
über die Konvention des Europarates und Ihre Möglichkeit der
Unterstützung unter www.ichunterstütze.org
Hilfe bei Gewalt erhalten Sie bei der Frauenhelpline gegen Gewalt:
0800/222 555, kostenlos, rund um die Uhr. Siehe auch
www.frauenhelpline.at
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