- 24.01.2014, 21:00:34
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Neues Volksblatt: "Rechtsabbieger" von Markus EBERT
Ausgabe vom 25. Jänner 2014
Utl.: Ausgabe vom 25. Jänner 2014 =
Linz (OTS) - "Rechtsabbiegen bei Rot ermöglichen!" lautete jüngst die
Überschrift einer Aussendung der Linzer FPÖ. Es ging darin nicht um
ein "unmoralisches Angebot" der Blauen an die Roten, doch ein Stück
des rechten Weges mit ihnen zu gehen. Vielmehr hat sich die FPÖ dafür
stark gemacht, dass man in Linz das Rechtsabbiegen an bestimmten
Ampeln auch bei Rotlicht ermöglichen soll.
Doch die Linzer SPÖ unter ihrem neuen Chef und Bürgermeister Klaus
Luger ist politisch betrachtet diese Woche dennoch nach Rechts
abgebogen. Nichts anderes nämlich ist die Zustimmung zum FPÖ-Antrag,
dass die Auflösung des Musiktheater-Vertrages zwischen Stadt und Land
geprüft werden soll (Bericht Seite 5).
Das Argument, es könne ja auch das Gegenteil des FPÖ-Ziels
herauskommen, verfängt nicht. Denn es geht ausschließlich um die
Symbolik dieses Schulterschlusses, und die lautet: Die Linzer Roten
legen sich beim Musiktheater mit den vehementesten Gegnern dieses
"Jahrhundertbaus" - O-Ton Franz Dobusch! - ins Bett. Und das nur, um
in Richtung Land ein bisschen die Rute zu schwingen. Allerdings
vergisst Luger eines: Zur Profilschärfung für den Bürgermeister ist
das Land der falsche Reibebaum. Die FPÖ jedenfalls wird ihm dieses
Rechtsabbiege-Manöver dereinst zu danken haben - nämlich nach der
nächsten Wahl, wenn die Luger-SPÖ im Gemeinderat einen
Mehrheitsbeschaffer braucht.
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