Stopp bei Kürzungen der konkreten Entwicklungshilfeprojekte

Landau gratuliert Kurz: "Das ist ein wichtiges und positives humanitäres Signal!"

Wien (OTS) - Heute hat Außenminister Sebastian Kurz bekannt gegeben, dass das Budget für konkrete bilaterale Entwicklungshilfeprogramme nun doch nicht, wie ursprünglich angekündigt, gekürzt wird, sondern zumindest auf dem Vorjahresniveau bleibt.
"Damit setzt Österreich ein wichtiges Zeichen für jene Menschen, die weltweit an Hunger leiden. Ich bin froh, dass Außenminister Kurz diese Sofortmaßnahme gesetzt hat und damit die österreichische Entwicklungshilfe auf einen positiven Kurs gebracht hat. Nach dieser Stabilisierung braucht es als nächsten Schritt eine echte Schubumkehr in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mit einer Aufstockung der Mittel", kommentiert Caritas Präsident Michael Landau die Aussagen des Außenministers.
Hintergrund
Seit 2010 hat Österreich die staatlichen Entwicklungshilfeausgaben für konkrete Programme und Projekte in den ärmsten Ländern der Welt laufend gekürzt - von über100 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 77 Millionen im Jahr 2013. Für 2014 drohten weitere drastische Kürzungen für diese EZA-Gelder, die von der Austrian Development Agency abgewickelt werden.
Mit diesen staatlichen Entwicklungshilfemitteln leistet Österreich einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Hungerbekämpfung und für Kinder in Not: In der Auslandshilfe werden zum Beispiel afrikanische Bauernfamilien unterstützt, mit nachhaltig wirksamen Methoden die Erträge ihrer Felder zu steigern. In Moldawien werden für alleingelassene Kinder, sogenannte Migrationswaisen, Mittagessen und Nachmittagsbetreuung mit Lernhilfen ermöglich. In Burkina Faso konnte mit österreichischen Geldern der Bau und Betrieb eines ländlichen Ernährungszentrums zur Versorgung von akut unterernährten Kindern finanziert werden. Gerade diese konkreten Programme schaffen die wesentliche Ausgangsbasis für tausende Familien, damit sie den Hunger und die absolute Armut hinter sich lassen können. Hilfsorganisationen wie die Caritas engagieren sich seit Jahren für einen höheren Stellenwert der Entwicklungszusammenarbeit in der Österreichischen Außenpolitik: "Heute freuen wir uns über den angekündigten Kürzungsstopp der Mittel. Gleichzeitig dürfen wir die langfristigen Ziele eines gesetzlich verankerten EZA-Budgets nicht aus dem Blick verlieren. Weltweit leiden 840 Millionen Menschen an Hunger - eine starke österreichische Entwicklungszusammenarbeit kann mithelfen, dass es viele weniger werden. Gerade die bilaterale, gestaltbare Entwicklungshilfe ist ein Feld, in dem Österreich Zeichen setzen und internationales, humanitäres Gewicht erlangen kann!"

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