• 22.01.2014, 12:39:58
  • /
  • OTS0150 OTW0150

Plass/Grüne Wirtschaft: "Wirtschaftsbund-Spitzenkandidat Leitl lässt viele Fragen offen!"

Der Wirtschaftskammer-Präsident muss endlich alle seine Mitglieder vertreten

Utl.: Der Wirtschaftskammer-Präsident muss endlich alle seine
Mitglieder vertreten =

Wien (OTS) - "Wir freuen uns auf einen spannenden, vom
Wirtschaftsbund hoffentlich fair und ohne neuerliche
Wahlkarten-Tricksereien geführten Wahlkampf", stellt Volker Plass,
Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, fest. "Es bleibt spannend, ob
Christoph Leitl künftig wirklich ein Präsident für alle Mitglieder
der Wirtschaftskammer sein will oder sein Amt weiterhin als Präsident
der Banken, der Industrie sowie alteingesessener Traditionsbetriebe
führt", reagiert Plass auf die heute offiziell bekannt gegebene
Spitzenkandidatur von Wirtschaftsbund-Obmann und WKÖ-Präsident
Christoph Leitl zur Kammerwahl 2015.

In diesem Zusammenhang sollte Leitl jedoch rasch Auskunft über einige
dringende Punkte geben:

Für die Grüne Wirtschaft ist z.B. offen, ob der
Wirtschaftskammer-Präsident bereit ist, die Anliegen der
KleinunternehmerInnen wirklich effektiv zu vertreten - etwa
hinsichtlich der drohenden Rücknahme der "GmbH light" und der
Einschränkung des Gewinnfreibetrags. "Dafür muss Leitl jedoch
wesentlich mutiger auftreten und mit den zwölf
Nationalratsabgeordneten des ÖVP-Wirtschaftsbunds der Regierung
deutlich die Rute ins Fenster stellen. Es ist aber zu befürchten,
dass der Wirtschaftsbund unter Leitl als ÖVP-Bundesvorstandsmitglied
wie schon in den vergangenen 27 Jahren auch künftig jeder
Steuererhöhung brav zustimmt", so Plass.

"Er sollte sich in Zukunft - auch in seiner Zweitfunktion als
SVA-Obmann - deutlich mehr für Ein-Personen-Unternehmen und sozial
gefährdete Selbständige einsetzen", fordert Plass. "Oder betrachtet
Leitl diese weiterhin nur als Störfaktor innerhalb █seiner█
Organisationen?"

Schließlich ist offen, welche konkreten Reformschritte innerhalb der
Kammerorganisation geplant sind. Die Grüne Wirtschaft erinnert daran,
dass hier seit der halbherzigen Fachorganisations-Reform vor über
fünf Jahren kaum mehr etwas weiter gegangen ist.

Dringend nötig ist eine kammerinterne Föderalismusreform: "Es gilt,
die sündteuren und vollkommen unnötigen Zehnfach-Strukturen der
Bundes- und der Landeskammern zurück zu stutzen", sagt Plass. "Hat
Leitl nach 15 Jahren WKÖ-Präsidentschaft überhaupt noch die Kraft und
den Mut dazu, oder bleibt das weiterhin auf den Sankt-Nimmerleins-Tag
verschoben?"

Schließlich stellt sich für Plass noch die dringende Frage: "Wie
steht es um seine konkreten Karrierepläne? Wird Christoph Leitl der
WKÖ weitere fünf Jahre zur Verfügung stehen oder wird sein Büro ab
jetzt als Wartezimmer für eine Bundespräsidentschafts-Kandidatur 2016
geführt?" (Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DGW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel