Leitl: Horizon 2020 bietet große Chancen für Stärkung des Forschungsstandorts Österreichs

Österreich schon bisher einer der erfolgreichsten Nutzer von EU-Forschungsgeldern - Ziel muss noch stärkere Beteiligung von Unternehmen, Industrie und KMU sein

Wien (OTS/PWK030) - "Das neue EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 ist neben der EU-Regionalförderung der wichtigste Hebel, um in der Europäischen Union Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu forcieren. In Österreich bietet es die Chance, den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich weiter zu stärken - dies umso mehr, als Österreich aus dem bis Ende 2013 laufenden 7. Forschungsrahmenprogramm über 1 Mrd. Euro herausholen konnte, was einer Rückflussquote von 125 Prozent entspricht", betonte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl bei der österreichischen Auftaktveranstaltung zum Start von Horizont 2020 u.a. mit Forschungsminister Reinhold Mitterlehner und EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn, heute, Dienstag, in Wien. Damit zählt Österreich, das nach dem EU-Beitritt mit einer Rücklaufquote von rund 70 Prozent gestartet ist, bei der Inanspruchnahme von EU-Förderungen heute zu den erfolgreichsten EU-Ländern überhaupt.

Von dieser guten Ausgangsposition ausgehend müsse es nun Ziel sein, künftig nicht nur noch mehr Mittel aus den neuen EU-Forschungstöpfen zu holen - Forschungsminister Mitterlehner stellt hier das Ziel von 1,5 Mrd. Euro auf -, sondern auch eine noch stärkere Beteiligung der Wirtschaft, insbesondere von KMU, zu erreichen. "Weniger Bürokratie ist notwendig, denn die Beteiligung von Unternehmen ist die Voraussetzung dafür, dass Horizon 2020 tatsächlich die beabsichtigte positive Wirkung in Richtung Wachstum, Beschäftigung und Re-Industrialisierung Europas entfalten kann", so Leitl.

Besonders wichtig und positiv sei es daher, dass die neue EU-Forschungs- und Innovationsförderung erstmals die gesamte Innovationskette - von der Grundlagenforschung über die Innovationsförderung bis hin zur Marktreife - abdeckt. "Am Beispiel von Horizon 2020 zeigt sich, dass Forschung, Entwicklung, Innovation und die wirtschaftliche Umsetzung von neuen Erkenntnissen all dessen zusammen gehören", betonte Leitl auch im Hinblick auf den heutigen Beschluss des geänderten Ministeriengesetzes im Verfassungsausschuss.

Notwendig für eine höhere Beteiligung von KMU an Horizon 2020 sei zudem eine möglichst unbürokratische Umsetzung. Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen war eine Teilnahme an den EU-Forschungstöpfen bis dato vielfach zu aufwändig. Bei Horizon 2020 werden die Beteiligungsregeln deutlich vereinfacht und wird auch mehr Geld für KMU bereitstehen. "Die Vereinfachungen müssen konkret spürbar sein. Eine sinnvolle Weiterentwicklung wäre es darüber hinaus, wenn Projektvorschläge automatisch als genehmigt gelten, sofern sie nicht binnen 180 Tagen nach Antragstellung abgelehnt wurden", schlug der WKÖ-Präsident vor.

Im Auftrag von Bund und Wirtschaftskammer Österreich steht Unternehmen für Information und kompetente Beratung die Forschungsförderungsgesellschaft FFG zur Verfügung (www.ffg.at/europa).

"Die EU kann in der globalisierten Wirtschaftswelt nur überleben, wenn wir auf Kreativität und Innovation setzen. Horizon 2020 ist das größte Forschungsprogramm der Welt und es bietet enorme Chancen. Die gilt es jetzt zu nützen", betonte Leitl abschließend. (SR)

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