• 21.01.2014, 11:32:35
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Kärntner Wirtschaftsdelegation fährt zu den Olympischen Spielen

LH Kaiser und LR Waldner empfingen russischen Botschafter - Netschajew: Kärnten ist für uns keine Terra incognita

Utl.: LH Kaiser und LR Waldner empfingen russischen Botschafter -
Netschajew: Kärnten ist für uns keine Terra incognita =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Vom 7. bis 23. Feber gehen die 22. Olympischen
Winterspiele im russischen Sotschi über die Bühne. Kärnten wird dabei
nicht nur durch seine Sportlerinnen und Sportler stark vertreten
sein, sondern auch durch eine von Wirtschafts- und Tourismuslandesrat
Wolfgang Waldner angeführte Delegation. Heute, Dienstag, sprachen
Landeshauptmann Peter Kaiser und Waldner mit dem Botschafter der
Russischen Föderation in Österreich, Sergej Netschajew, über diese
Wirtschaftsreise und über konkrete Kooperationsmöglichkeiten. Vor
allem die bestehende Partnerschaft zwischen Kärnten und der
russischen Region Swerdlowsk soll wieder vertieft werden, wie in
einer anschließenden Pressekonferenz betont wurde.

Kaiser und der Botschafter verdeutlichten die Chancen
österreichischer Firmen in Russland mit einer beeindruckenden Zahl.
So brachten die Olympischen Spiele in Sotschi unseren heimischen
Unternehmen Aufträge über 1,3 Milliarden Euro. Waldner betonte, dass
Russland der zehnwichtigste Handelspartner Österreichs sei und sprach
von einem Exportvolumen von 3,2 Milliarden Euro. 550 österreichische
Firmen hätten eine Niederlassung in Russland. Von der Reise nach
Sotschi erwarte er konkrete und messbare Ergebnisse für Kärntens
Wirtschaft und Tourismus.

Botschafter Netschajew sagte in der Pressekonferenz, dass
österreichische Unternehmen einen sehr großen Beitrag für die
olympische Infrastruktur geleistet hätten. Sie hätten sehr gute
Qualität abgeliefert und damit den guten Ruf Österreichs unter Beweis
gestellt. Netschajew betonte, dass für Russland die Flächengröße
seiner Kooperationspartner keine Rolle spiele, es zähle vielmehr das
gegenseitige Vertrauen.

Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher sagte, dass Olympische
Spiele immer auch Treffpunkte für Unternehmer und Bühne für neueste
Produkte seien. Er erinnerte an eine Wirtschaftsdelegation, die 2008
nach Sotschi fuhr und dort sehr freundlich empfangen wurde. Neben
wirtschaftlichen Kontakten habe man auch jene zwischen
Bildungseinrichtungen gefördert. Es gab Austausch zwischen Tourismus-
und Fachhochschüler aus Kärnten und Sotschi. Man freue sich auf
weitere interessante Gespräche im Rahmen der Olympischen Spiele und
wolle auch als Partner bei der weiteren Entwicklung der Region um die
Schwarzmeerküste dabei sein.

Im vor der Pressekonferenz sehr freundschaftlich geführten
Gespräch standen vor allem Kooperationsmöglichkeiten zwischen Kärnten
und russischen Regionen im Mittelpunkt. Kaiser will sich mit der
Region Swerdlowsk verstärkt in Verbindung setzen, vor allem das
Gebiet um die Hauptstadt Jekaterinburg könnte sich an
Wirtschaftsforen in Kärnten beteiligen. Gegenüber dem Botschafter
sprach er auch die Möglichkeit an, den Flughafen Klagenfurt für
Charterflüge von und nach Russland zu nutzen. Der Landeshauptmann hob
die in Kärnten gelebte Toleranz, Gemeinsamkeit und Weltoffenheit
hervor und informierte über die in Ausarbeitung befindlichen
Integrations- und Migrationsleitlinien sowie über die internationale
Schule in Villach. Waldner verwies vor allem auf die
Kooperationsmöglichkeiten in Kultur, Wissenschaft und Tourismus. In
diese Richtung habe er auch schon in seiner früheren Funktion als
Diplomat und Kulturmanager gearbeitet.

"Kärnten ist für uns keine Terra incognita", sagte der
Botschafter. Er bezeichnete Kärnten als wichtiges und hervorragendes
Bundesland, das in Russland sehr bekannt sei und vieles zu bieten
habe. Rund 600.000 russische Touristen würden Österreich jährlich
besuchen, für Kärnten könnten sich hier viele Chancen ergeben. Die
Beziehungen zwischen Russland und Österreich seien wolkenlos, vieles
verbinde die beiden Länder. Der Botschafter verwies auf 90 Jahre
diplomatische Beziehungen zwischen Österreich und Russland, die man
heuer feiere. Eigentlich seien es aber bereits 525 Jahre, weil 1489
der erste österreichische Gesandte zu Ivan III. reiste.

Netschajew dankte für das Kärntner Interesse an Kooperationen und
vor allem auch für die Pflege der russischen Kriegsgräber aus den
beiden Weltkriegen. Er betonte zudem, dass sich seine in Kärnten
lebenden Landsleute hier sehr wohl fühlen und gut unterstützt würden,
in Villach hätten sie einen eigenen Verein gegründet. Der Botschafter
dankte für die Einladung zum gestrigen Neujahrsempfang der gesamten
Landesregierung. Er trug sich in das Gästebuch des Landes ein und es
wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Begleitet wurde Netschajew von
Botschaftsrat Denis Buldakov und dem Leiter der russischen
Handelsvertretung in Österreich, Jury Stetsenko.

Im Anschluss an die Pressekonferenz fuhren Botschafter,
Landeshauptmann und Landesrat zu einem Besuch der Firma Jacques
Lemans GmbH nach St. Veit, wo sie mit CEO Alfred Riedl
zusammentrafen. Jacques Lemans ist einer der weltweit führenden
Uhrenhersteller. Die Firma wird neben vielen anderen, wie Kärnten
Werbung, Landesholding, Kruschitz GmbH, addit Dienstleistungen GmbH &
CoKG, Alpswind, Biodiesel Kärnten oder Tourismusschule Warmbad
Villach an der Wirtschaftsdelegation nach Sotschi teilnehmen.
(Schluss)

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