40 Jahre Erfolgsgeschichte Mutter-Kind-Pass: Interdisziplinäre Expertenkommission konstituiert

Ärztekammer: Weiterentwicklung und Anpassung an den aktuellen Stand des Wissens notwendig - Mediziner nehmen ihre Verantwortung wahr

Wien (OTS) - Die neue "Interdisziplinäre Expertenkommission Mutter-Kind-Pass" hat jetzt ihre Arbeit aufgenommen. Dem Gremium gehören Vertreter/innen der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGGG), der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) ebenso wie Vertreter/innen der involvierten Fachgruppen der Österreichischen Ärztekammer an. "Diese hochranging besetzte Expertenkommission ist umso notwendiger, als seitens des zuständigen Gesundheitsministeriums die Mutter-Kind-Pass-Kommission des Obersten Sanitätsrates nach Auslaufen ihrer Funktionsperiode Ende 2012 erstaunlicher Weise nicht wieder eingesetzt wurde", so Thomas Fiedler, Obmann der Bundesfachgruppe Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Österreichischen Ärztekammer und Vorsitzender der Interdisziplinären Expertenkommission.

"Der Mutter-Kind-Pass, dessen 40jähriges Jubiläum wir heuer begehen, gehört wohl zu den größten Erfolgsgeschichten der modernen Medizin. Während bei Einführung 1974 die Säuglingssterblichkeit in Österreich bei 23,5 Promille lag, und damit weit über jener vergleichbarer Länder, verzeichnen wir heute mit 3,2 Promille den niedrigsten Wert der Geschichte", betont Fiedler. "Um für Mütter und Kinder den optimalen Nutzen zu bringen, muss so ein hervorragendes Instrument allerdings laufend begleitet und an den aktuellen Stand des medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritts angepasst werden. Genau diese Verantwortung nehmen jetzt die beteiligten medizinischen Fachgruppen mit der Konstituierung der Interdisziplinären Expertenkommission wahr, um dieses wichtige Programm weiter voranzutreiben."

Die Interdisziplinäre Expertenkommission Mutter-Kind-Pass soll in den kommenden Monaten den Mutter-Kind-Pass im Lichte der wissenschaftlichen Evidenz evaluieren und auf dieser Basis Empfehlungen für gegebenenfalls erforderliche Änderungen im Leistungsangebot entwickeln. "Mit diesen fachlich unverzichtbaren Beiträgen wollen wie im Interesse werdender Mütter und ihrer Kinder die Bundesregierung unterstützen. Schließlich hat sie in ihrem Arbeitsübereinkommen festgeschrieben, den Mutter-Kind-Pass auszuweiten und attraktiver zu machen, und hier ist die Expertise spezialisierter Mediziner unverzichtbar", so Fiedler. (bk)

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