• 16.01.2014, 10:42:17
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Zentralafrikanische Republik & Sudan: SOS-Kinderdörfer hoffen auf baldiges Ende der Kämpfe

Bislang keine unmittelbare Bedrohung für Kinder und Mütter in den SOS-Kinderdörfern. Alle Familien in Sicherheit. Lage trotzdem angespannt und schwierig.

Die Kinderdorf-Mütter im SOS-Kinderdorf Bangui
hoffen auf ein baldiges Ende der Kämpfe und endlich wieder Frieden
im Land, vor allem für ihre Kinder, die sie mit viel Herz und
Zuwendung in eine hoffnungsvolle Zukunft begleiten wollen.

Utl.: Bislang keine unmittelbare Bedrohung für Kinder und Mütter in
den SOS-Kinderdörfern. Alle Familien in Sicherheit. Lage
trotzdem angespannt und schwierig. =

Bangui/Malakal/Innsbruck/Wien (OTS) - Nach dem Rücktritt des
zentralafrikanischen Staatschefs Michele Djotodia versprach
Interimspräsident Alexandre-Ferdinand Nguendet ein Ende der Anarchie.
Seit Monaten befindet sich die Zentralafrikanische Republik in einem
Ausnahmezustand von Gewalt und Chaos. Hunderttausende Menschen sind
auf der Flucht, humanitäre Hilfe ist dringend nötig.

SOS-Kinderdorf Bangui: Kinder in Sicherheit, Schutz für 3.000
Flüchtlinge

Der deutsche Journalist Till Müllenmeister besuchte in der
zentralafrikanischen Republik das SOS-Kinderdorf Bangui und
berichtete, die Familien würden von zentralafrikanischen
multinationalen Streitkräften beschützt und seien in Sicherheit. Die
SOS-Kinderdörfer sind "sichere Häfen", in denen versucht werde, den
Kindern ein gewisses Maß an Normalität zu vermitteln, so
Müllenmeister.

Angesichts der Gewalt in Bangui sind 100.000 Menschen vor den
Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen geflüchtet. Über 3.000 von
ihnen fanden im Kindergarten und in der Schule des SOS-Kinderdorfs
vorübergehend Schutz. SOS-Kinderdorf Zentralafrika Direktor Marcel
Koyadouma: "Wir kümmern uns um viele Flüchtlinge, daher ist es
wichtig, Medikamente und Nahrungsmittel zu bekommen."

Südsudan: SOS-Kinderdorf-Familien derzeit auch sicher, Lage
aber äußert brisant!

Die Bilanz ist schockierend: Etwa einen Monat nach dem Ausbruch
des Bürgerkriegs zählt der Südsudan 10.000 Tote und 355.000
Flüchtlinge. Laut der UN-Mission im Südsudan (UNMISS) gab es in den
Städten Bor, Bentiu und Malakal Folter und Gräueltaten an Zivilisten.
Kinder und Mitarbeiter im SOS-Kinderdorf Malakal blieben von all dem
verschont. Sie können sich aber nur im Dorf aufhalten, die Tore
bleiben zu. Ein Jugendbetreuer geriet vor wenigen Tagen außerhalb des
Dorfes ins Kreuzfeuer und wurde verletzt. Am Montag besprachen
Vertreter von SOS-Kinderdorf und UNMISS eine mögliche Evakuierung.
Die Umsetzung wurde durch neue Kämpfe verhindert - zum Glück, wie
sich herausstellte: Laut Simon Ruai aus dem SOS-Kinderdorfs Malakal
kam es an dem Tag auch im UMISS-Camp zu Schießereien, bei denen vier
Personen starben. "Nicht einmal mehr die UN-Camps sind sicher!"

Die Kinder und Familien bleiben daher bis auf weiteres im
SOS-Kinderdorf. Durch die Unterstützung des Welternährungs-Programms
und der UNICEF hat das SOS-Kinderdorf Malakal Lebensmittelvorräte für
die nächsten zehn Tage erhalten. Die Schulen sind seit Anfang des
Jahres geschlossen.

Foto (Till Müllenmeister/honorarfrei): Die Kinderdorf-Mütter im
SOS-Kinderdorf Bangui hoffen auf ein baldiges Ende der Kämpfe und
endlich wieder Frieden im Land, vor allem für ihre Kinder, die sie
mit viel Herz und Zuwendung in eine hoffnungsvolle Zukunft begleiten
wollen.

Infos/Spenden: www.sos-kinderdorf.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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