ÖBB beklagen mangelnde Sachlichkeit bei Anfragen Mosers

"Mindestmaß an korrekter Recherche sollte erfüllt sein!"

Wien (OTS) - Die ÖBB forderten heute die neue Rechnungshofsprecherin der Grünen, Dr. Gabriele Moser, auf, in der Auseinandersetzung mit den ÖBB zur Sachlichkeit zurückzukehren. Grund dafür seien zwei aktuelle parlamentarische Anfragen Mosers, in denen gegen das Unternehmen und einzelne Mitarbeiter des Unternehmens Vorwürfe erhoben würden, „die mittels einfachster Recherche zu widerlegen gewesen wären“, so die Kommunikationschefin der ÖBB, Dr. Kristin Hanusch-Linser.

Konkret gehe es bei einer der Anfragen um einen Rahmenvertrag mit einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei, der – entgegen der von Moser verbreiteten Darstellung – bereits 2011 aufgelöst wurde. Die in der Anfrage erhobene Forderung Mosers, den Vertrag aufzulösen, entbehre daher ebenso jeglicher Grundlage wie die von Moser imaginierten Zahlungen ohne Gegenleistung. Beide Punkte hätten mit einer kurzen Nachfrage im Unternehmen geklärt werden können“, so Hanusch-Linser.

In einer weiteren parlamentarischen Anfrage unterstelle Moser den ÖBB parteipolitisch motivierte Besetzungen, kritisiere aber gleichzeitig die Beiziehung von externen Personalberatungsfirmen bei der Neuausschreibung bzw. der Besetzung von Managementpositionen und die damit verbundenen Kosten. Die von Moser kritisierte Beauftragung der in der Anfrage genannten Unternehmen Egon Zehnder, Spencer Stuart, Neumann und Partner, und Hay Group, „die teilweise europaweit KandidatInnen für die ÖBB suchen und evaluieren“, diene aber exakt der von Moser geforderten Objektivierung bei der Bestellung von Managern. Die Beiziehung von Personalberatungsfirmen im Auswahl- und Bestellungsprozess verursache – wie von Moser angeführt – natürlich Kosten, „wobei die Behauptung, dass es sich dabei um Honorare in Millionenhöhe handelt völlig absurd ist“. „Die Zusammenarbeit mit den genannten Firmen stellt vor allem sicher, dass die ÖBB für die zu besetzenden Positionen tatsächlich die beste Frau, den besten Mann bekommen“, so Hanusch-Linser.

Besonders zu verurteilen seien die in derselben Anfrage verpackten persönlichen Unterstellungen gegen den Personalchef der ÖBB. So sei es zwar richtig, dass Mag. Pirkner über ein eingetragenes Unternehmen (Pirkner Consulting) verfüge, dieses sei aber nicht aktiv. Auch habe die Zusammenarbeit der ÖBB mit der Hay Group lange vor dem Zeitpunkt begonnen, zu dem Pirkner als Personalchef zu den ÖBB gekommen sei und seine bei Hay beschäftigte Frau arbeite nicht für die ÖBB. Auch diese Punkte hätten mit einer kurzen Recherche geklärt werden können. In Summe entstehe jedenfalls der Eindruck, dass es bei den beiden Anfragen von Frau Dr. Moser nicht darum gehe, sachliche Auskünfte zu den ÖBB zu bekommen, „sondern darum, Gerüchte in die Welt zu setzen“, so Hanusch-Linser abschließend.

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