• 14.01.2014, 11:08:44
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Vilimsky: Freund-Kandidatur: Wo bleibt "Aufschrei" des ORF-Redakteursrates?

FPÖ-fordert Abkühlphase für ORF-Angestellte

Utl.: FPÖ-fordert Abkühlphase für ORF-Angestellte =

Wien (OTS) - "Spätestens mit dem Outing von Eugen Freund als
Spitzenkandidat der SPÖ bei der kommenden EU-Wahl, hat der ORF ein
massives Glaubwürdigkeitsproblem bekommen", sagte der freiheitliche
Mediensprecher und Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky. "Ich
vermisse den Aufschrei des 'unabhängigen Redakteursrates', denn die
Kandidatur eines ZiB-Moderators desavouiert die gesamte
ORF-Informationsmannschaft und kostet sie ihre nach Außen getragene
Objektivität", so Vilimsky.

Die Causa Freund beweise einmal mehr, dass es mit der
öffentlich-rechtlichen Unabhängigkeit, die der ORF so gerne betone,
nicht weit her sei, so Vilimsky. "Wie kann ein Nachrichtenmoderator
in der abendlichen ZiB glaubwürdig wirken, wenn die Zuseher
befürchten müssen, ihn am nächsten Tag als Politiker vorgesetzt zu
bekommen?", so Vilimsky. "Kein Wunder, dass sich die ORF-Konsumenten
dieses Schmierentheater nicht mehr bieten lassen und dem
öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Rücken kehren, was auch die
sinkenden Marktanteile deutlich belegen", so Vilimsky, der durch die
Kandidatur Freunds einen massiven Imageschaden für den ORF
befürchtet.

Abgesehen davon sei der zeitliche Faktor der Causa Freund nicht
uninteressant, zeige er doch die tiefe Verhaberungen zwischen
Küniglberg und Löwelstraße auf. Freund müsse offen legen, wann ihn
das Angebot des Kanzlers für die SPÖ zu kandidieren erreicht habe und
ob sich das mit seinem künstlich verlängerten Moderatoren-Vertrag
überschnitten habe, forderte Vilimsky.

"Angesichts dieser SPÖ-ORF-internen Jobrotation fordert die FPÖ eine
Abkühlphase für ausgeschiedene ORF-Mitarbeiter, ähnlich wie sie
bereits bei den Bestellmodalitäten zum Stiftungsrat verankert seien",
so Vilimsky. Dies wäre auch im ureigensten Interesse des ORF selbst,
der sich so zumindest nach Außen hin seine Glaubwürdigkeit bewahren
könnte.

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