• 12.01.2014, 21:00:32
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Neues Volksblatt: "Todesanzeige" von Markus EBERT

Ausgabe vom 13. Jänner 2014

Utl.: Ausgabe vom 13. Jänner 2014 =

Linz (OTS) - Warum ausgerechnet die ÖVP in unschöner Regelmäßigkeit
unter Beweis stellen will, dass die Steigerungsstufe von Feind
tatsächlich Parteifreund ist, ist und bleibt ein Rätsel. Klar indes
ist: Keiner der Akteure übersteht die aktuelle Krise unbeschädigt. Ob
Bundesparteiobmann Michael Spindelegger in der Nacht auf heute in
einer Krisensitzung mit den Landesparteiobleuten die Vertrauensfrage
stellen musste, ist eigentlich schon zweitrangig. Dass in der
Öffentlichkeit von einigen nicht mitgetragen wird, was zuvor in den
Gremien beschlossen wurde, ist ein Affront sondergleichen gegenüber
dem Parteichef. Ihn auf diese Weise gleich einmal geschwächt in die
Startphase der Regierung zu schicken, lässt viel an
Gesamtverantwortung für die Bundespartei vermissen. Was besonders
ärgerlich ist: Die nunmehrigen innerparteilichen Streitthemen
Gesamtschule und Vermögensbesteuerung sind ganz sicher nicht die
alles entscheidenden Themen für eine erfolgreiche Arbeit der
Koalition und damit für eine gedeihliche Entwicklung Österreichs.
Ganz sicher indes ist an der innerparteilichen Streitkultur der ÖVP
zu arbeiten. Länderspezifische oder gar persönliche Verwerfungen sind
raschest auszubügeln, denn Vertrauen genießt nur, wer auch ein Bild
der Geschlossenheit vermittelt.
Ein Magazin hatte im Vorjahr die Todesanzeige für die ÖVP auf der
Titelseite. Will man so eine Aktion wirklich nicht mehr Lügen
strafen?

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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