• 10.01.2014, 11:42:00
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SOS-Kinderdorf in Haiti - vier Jahre nach dem Beben.

Neues Zuhause für 140 Kinder im dritten SOS-Kinderdorf, Bildung für Tausende Schüler in sechs neuen Schulen und Unterstützung für viele Familien in zahlreichen Sozialzentren.

Bildung bedeutet Hoffnung und Zukunft für die
Kinder in Haiti. Daher hat SOS-Kinderdorf nach dem Beben sechs neue
Schulen errichtet, dazu ein neues, drittes SOS-Kinderdorf und
zahlreiche Sozialzentren.

Utl.: Neues Zuhause für 140 Kinder im dritten SOS-Kinderdorf,
Bildung für Tausende Schüler in sechs neuen Schulen und
Unterstützung für viele Familien in zahlreichen Sozialzentren. =

Innsbruck/Wien (OTS) - Vier Jahre nach dem verheerenden Erdbeben mit
220.000 Toten und über einer Million Obdachloser hat Haiti sich immer
noch nicht erholt: Trotz Bemühungen der haitianischen Regierung und
der Hilfsorganisationen leben immer noch rund 279.000 Menschen in 352
Obdachlosen-Camps. Auch die politische Lage ist instabil. Tausende
gehen in Port-au-Prince und anderen Städten immer wieder auf die
Straße, um gegen Korruption und steigende Lebenskosten zu
protestieren und den Rücktritt von Präsident Martelly zu fordern.
(Quelle: UNO, OCHA, NZZ). In dieser Situation wollen die
SOS-Kinderdörfer weiterhin Schutz und Kontinuität für die Menschen in
Haiti garantieren.

Das dritte SOS-Kinderdorf öffnet bald seine Tore

Die stabil gebauten SOS-Kinderdörfer hatten das Beben fast
unbeschadet überstanden. 150 Kinder wurden zusätzlich im
SOS-Kinderdorf Santo nahe Port-au-Prince aufgenommen, man mietete
sechs Häuser an, um alle unterzubringen. Heute gibt es neben den zwei
SOS-Kinderdörfern in Santo und Cap Haitien bald ein drittes in Les
Cayes im Süden. Im Juni 2014 soll es eröffnet werden und 140 Kindern
neues Zuhause sein. Auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes in Santo
werden außerdem bis Ende Juni 2014 ein neuer Spielplatz und ein
Basketballfeld mit Tribünen entstehen. Im Juli 2014 soll dann die
Renovierung der 19 in die Jahre gekommenen Familienhäuser des
Kinderdorfes beginnen.

Zugang zu qualitativer Bildung durch sechs neue Schulen

Das unzureichende Bildungssystem in Haiti hatte sich durch die
Katastrophe dramatisch verschärft, rund 80 Prozent der Schulen in
Port-au-Prince waren beschädigt oder zerstört. Die SOS-Kinderdörfer
reagierten darauf mit dem Neubau zweier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen
und dem Wiederaufbau von vier stark beschädigten öffentlichen
Schulen. Die neue Hermann-Gmeiner-Schule in Santo für 1.300 Schüler
wurde im Herbst 2012 eröffnet. Die zweite entstand in Les Cayes. Seit
Oktober 2013 wurden dort zunächst 280 Schüler unterrichtet, insgesamt
werden in den 12 Klassenräumen 420 Schüler Platz finden. Die
Hermann-Gmeiner-Schule in Cap Haitien, die es seit 1989 gibt,
besuchen zurzeit 865 Schüler.

Effektive Hilfe für bedürftige Kinder und deren Familien

Nach dem Beben gelang es den SOS-Mitarbeitern, an über 100
Standorten in Port-au-Prince Nothilfe zu leisten. Zunächst ging es um
die Grundversorgung der Menschen, später kamen Bildungsangebote und
psychologische Begleitung dazu. Man half den Familien, wieder Fuß zu
fassen und sich selbst eine neue Existenz aufzubauen. Vieler dieser
ersten Nothilfezentren gingen im Laufe der Zeit in fixe Standorte für
die SOS-Familienhilfe über. Derzeit aktuell sind das 26
Gemeindezentren in Santo für über 2.000 Kinder und Familien und 16
Gemeindezentren in Cap Haitien für über 1.000 Kinder und Familien.

SOS-Einrichtungen in Haiti

In den zwei bestehenden SOS-Kinderdörfern in Haiti haben über 400
Kinder ein Zuhause. Das dritte SOS-Kinderdorf in Les Cayes wird ab
Juni 2014 weitere 140 Kinder beheimaten. In vier
SOS-Jugendeinrichtungen in Santo und Cap Haitien werden über 200
Jugendliche betreut. Die drei Hermann-Gmeiner-Schulen besuchen rund
2.900 Schüler, 400 junge Erwachsene absolvieren im
SOS-Berufsbildungszentrum in Cap Haitien eine Ausbildung. Durch die
SOS-Sozialzentren werden rund 3.500 Familien unterstützt.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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