• 08.01.2014, 10:27:56
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Ambulanzgebühr: Belakowitsch-Jenewein warnt vor dumpfem Populismus

Niedergelassener Bereich muss gestärkt werden - Stöger-Reformen greifen nicht

Utl.: Niedergelassener Bereich muss gestärkt werden -
Stöger-Reformen greifen nicht =

Wien (OTS) - "Wieder einmal läuft die Diskussion um die
Ambulanzgebühr in eine völlig falsche Richtung und geht am Kern der
Sache vorbei", warnte die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg.
Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein vor dumpfem Populismus a la
Gesundheitsminister Stöger, der die Forderung des Hausärzteverbandes
nach Wiedereinführung der Ambulanzgebühr zurückgewiesen habe, weil
diese angeblich "unsozial" sei.

Hintergrund einer Ambulanzgebühr sei es, die überfüllten und
überforderten teuren Spitalsambulanzen zu entlasten und die Patienten
in den billigeren niedergelassenen Hausarzt- und Fachärztebereich
umzulenken. Dies würde die Wartezeiten in den Spitalsambulanzen
deutlich verkürzen und sich so auch auf die Qualität der Behandlung
positiv auswirken, da die derzeit durch den Patientenansturm
überlasteten Spitalsärzte dann mehr Zeit hätten, sich um jene
Patienten zu kümmern, die tatsächlich die Einrichtungen einer
Ambulanz benötigen würden, sagte Belakowitsch-Jenewein. Dies würde
auch dem Ziel des überforderten SPÖ-Gesundheitsministers entsprechen,
der angekündigt habe, die Wartezeiten verkürzen zu wollen.

Die sogenannte Ambulanzgebühr wäre somit der einzige Selbstbehalt im
Gesundheitswesen, der einen anderen Sinn habe, als die Patienten für
ihre Krankheit zu bestrafen, wie dies bei allen anderen derzeit
existierenden Selbstbehalten der Fall sei, die übrigens allesamt von
SPÖ-Gesundheitsministern eingeführt worden seien, betonte
Belakowitsch-Jenewein den Lenkungseffekt der Ambulanzgebühr. Damit
sei sie alles andere als "unsozial", sondern das genaue Gegenteil
dessen, da die Umleitung der Patienten in den billigeren
niedergelassenen Bereich Geld der Allgemeinheit spare. Zudem sei ja
nicht ausgeschlossen, dass die sozial schwachen Patienten ihre
Auslagen für die Ambulanzgebühr aus einem Sozialtopf refundiert
bekämen, so Belakowitsch-Jenewein.

Dass sich SPÖ-Minister Stöger hier quer lege sei rein ideologisch zu
begründen, da er den niedergelassenen Ärzten offenbar nicht gönne,
dass sie unternehmerisch tätig seien, und stattdessen lieber unnötig
mehr Geld in die staatlichen Ambulanzen stecke, kritisierte
Belakowitsch-Jenewein die kurzsichtige Retropolitik des
SPÖ-Apparatschiks. Stöger betreibe hier linken Populismus auf dem
Rücken der Patienten, so Belakowitsch-Jenewein.

Abseits dieser Fakten sei dennoch klar festzustellen, dass die FPÖ
derzeit gegen eine Ambulanzgebühr sei, da diese ohne gleichzeitige
Stärkung des niedergelassenen Bereiches keinen Sinn ergeben würde,
betonte Belakowitsch-Jenewein. "Bevor man Patienten in den
niedergelassenen Bereich umlenkt müssen dort erst die Voraussetzungen
dafür geschaffen werden", sagte Belakowitsch-Jenewein, die einmal
mehr eine Novellierung der missglückten Gruppenpraxisregelung
forderte. "Ärzte müssen Ärzte anstellen dürfen und die Gründung von
Gruppenpraxen muss erleichtert werden. Nur so kann eine tatsächliche
Alternative zu den Spitalsambulanzen geschaffen werden", zeigte
Belakowitsch-Jenewein auf. "Solange Stöger hier weiterhin kläglich
versagt, ist an eine Ambulanzgebühr nicht zu denken", so
Belakowitsch-Jenewein, die bedauert, dass durch die anhaltende
Unfähigkeit Stögers hier weiterhin sinnlos Geld der Versicherten und
Steuerzahler vernichtet werde.

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