Schatz zu aktuellen Arbeitslosenzahlen: "More of the same" genügt bei Arbeitsmarktpolitik nicht mehr

Bildungsreform, Arbeitszeitverkürzung und Investitionen in neue gemeinnützige Jobs notwendig

Wien (OTS) - " 'More of the same', noch dazu mit einem Finanzierungsvorbehalt wird nicht genügen um alle Problembereiche des Arbeitsmarktes zu bearbeiten. Das neue Regierungsprogramm bietet wenig Anlass zu Hoffnung auf überfällige Veränderungen. Denn neben der konjunkturellen Entwicklung ist natürlich die Arbeitsmarktpolitik dieser Regierung Ursache für die jetzige Situation. Die Arbeitslosigkeit wird in undurchsichtigen Strukturen verwaltet, innovative Ansätze gibt es kaum. Schulungsprogramme sind besser als nichts, aber angesetzt werden müsste bei ganz anderen Bereichen", kommentiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen die neuesten Arbeitsmarktzahlen.

"Wir brauchen endlich eine effektive Schulreform. Die Arbeitsmarktpolitik muss seit Jahren mit viel Geld löcher stopfen, die ein überaltetes Bildungssystem offen lässt. Wir brauchen ebenfalls ein Umdenken in der Arbeitszeitpolitik. Die einen arbeiten zuviel und immer länger, unzählige andere bekommen nur mehr Teilzeitbeschäftigungen, von denen man nicht leben kann oder eben gar keinen Job. Eine gerechtere Verteilung der bezahlten Arbeitszeit zwischen Frauen und Männern und allen Generation müßte das Ziel sein. Und drittens braucht es Investitionen, um Jobs zu schaffen. Gerade der aktuell von steigenden Arbeitslosenzahlen betroffene Gesundheits-und Sozialbereich ist hier zu nennen", sagt Schatz.

Schließlich fordert Schatz von Bundesminister Hundstorfer einen kritischeren Umgang mit dem AMS. "Seit Jahren hören wir von zuwenig Beratung, schlechtem Niveau der Schulungen und Kurse, schlechte Arbeitsbedingungen und Gehälter der TrainerInnen und es passiert nichts. Das AMS gehört durchleuchtet und das Verwalten von Arbeitslosigkeit muss zu einem Service für Arbeitssuchende werden. Nicht nur auf dem Papier, sondern tatsächlich!" fordert Schatz abschließend.

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