- 02.01.2014, 13:20:35
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Schatz zu aktuellen Arbeitslosenzahlen: "More of the same" genügt bei Arbeitsmarktpolitik nicht mehr
Bildungsreform, Arbeitszeitverkürzung und Investitionen in neue gemeinnützige Jobs notwendig
Utl.: Bildungsreform, Arbeitszeitverkürzung und Investitionen in
neue gemeinnützige Jobs notwendig =
Wien (OTS) - " 'More of the same', noch dazu mit einem
Finanzierungsvorbehalt wird nicht genügen um alle Problembereiche des
Arbeitsmarktes zu bearbeiten. Das neue Regierungsprogramm bietet
wenig Anlass zu Hoffnung auf überfällige Veränderungen. Denn neben
der konjunkturellen Entwicklung ist natürlich die Arbeitsmarktpolitik
dieser Regierung Ursache für die jetzige Situation. Die
Arbeitslosigkeit wird in undurchsichtigen Strukturen verwaltet,
innovative Ansätze gibt es kaum. Schulungsprogramme sind besser als
nichts, aber angesetzt werden müsste bei ganz anderen Bereichen",
kommentiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen die
neuesten Arbeitsmarktzahlen.
"Wir brauchen endlich eine effektive Schulreform. Die
Arbeitsmarktpolitik muss seit Jahren mit viel Geld löcher stopfen,
die ein überaltetes Bildungssystem offen lässt. Wir brauchen
ebenfalls ein Umdenken in der Arbeitszeitpolitik. Die einen arbeiten
zuviel und immer länger, unzählige andere bekommen nur mehr
Teilzeitbeschäftigungen, von denen man nicht leben kann oder eben gar
keinen Job. Eine gerechtere Verteilung der bezahlten Arbeitszeit
zwischen Frauen und Männern und allen Generation müßte das Ziel sein.
Und drittens braucht es Investitionen, um Jobs zu schaffen. Gerade
der aktuell von steigenden Arbeitslosenzahlen betroffene Gesundheits-
und Sozialbereich ist hier zu nennen", sagt Schatz.
Schließlich fordert Schatz von Bundesminister Hundstorfer einen
kritischeren Umgang mit dem AMS. "Seit Jahren hören wir von zuwenig
Beratung, schlechtem Niveau der Schulungen und Kurse, schlechte
Arbeitsbedingungen und Gehälter der TrainerInnen und es passiert
nichts. Das AMS gehört durchleuchtet und das Verwalten von
Arbeitslosigkeit muss zu einem Service für Arbeitssuchende werden.
Nicht nur auf dem Papier, sondern tatsächlich!" fordert Schatz
abschließend.
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