Neues Volksblatt: "Arbeitsjahr" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 31. Dezember 2013

Linz (OTS) - Hand aufs Herz: Wenn uns im Jahr 2014 keine größeren Probleme beschäftigen als die Frage, ob ein pensionsreifer ZiB-Moderator noch ein oder zwei Monate vor der Kamera zum Verlesen politischer Nachrichten anhängen darf, dann sind wir doch die Insel der Seligen, als die wir uns ohnehin so lange wähnten.
Tatsächlich wird im kommenden Jahr viele Menschen die Frage plagen, warum sie über Nacht ihren Job los sind oder warum sie keinen finden. Womit auch eine der Hauptaufgaben der Politik definiert ist - nämlich alles zu tun, was die Wirtschaft in Schwung bringt, in Schwung hält und ihr noch mehr Schwung verleiht. Arbeiten, damit von den Jungen bis zu den Älteren möglichst viele Menschen Arbeit haben: Das ist freilich nicht nur Sache der Politik. Wenn sich das faktische Pensionsantrittsalter in Richtung des gesetzlichen bewegen soll, dann wird auch von der Wirtschaft Einfallsreichtum eingefordert werden müssen. Und man wird jungen Menschen mit vernünftig bezahlten Jobs eine Perspektive fürs Leben bieten müssen, damit der Staat auch jene Einnahmen hat, die für einen sozialen Ausgleich eingesetzt werden müssen.
In der Präambel zum Regierungsprogramm von SPÖ und ÖVP heißt es, dass die Unterschiedlichkeiten der beiden Parteien "zu kraftvollen gemeinsamen Ergebnissen führen" können. Das unter Beweis stellen zu wollen wäre ein guter Vorsatz für das Arbeitsjahr 2014.

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