FPÖ-Herbert: Intelligente Stromzähler lassen Verbraucher dumm aussehen

Wien (OTS) - Die in den kommenden zwei Jahren geplante Einführung der sogenannten Smart Meter, die auch als "intelligente Stromzähler" bezeichnet werden, stoßen auf die Ablehnung der FPÖ. "Die zu erwartenden Einsparungen von 3 bis 4 Prozent der Stromkosten stehen in keiner Relation zu den zu erwartenden Problemen", sagte der freiheitliche Bundesrat und stellvertretende Vorsitzende des Datenschutzrates Werner Herbert.

Die gegenständlichen Smart-Meter-Geräte seien vernetzte Geräte, die wie in jedem Netzwerk von einem Administrator von außen gesteuert bzw. eingelesen werden könnten. Darüber hinaus würden diese Geräte über keinen ausreichenden Software-Schutz verfügen, wodurch sie auch für Hacker angreifbar seien und damit nicht nur den betreffenden Haushalt lahmlegen, sondern aufgrund der Vernetzung auch großflächig Schäden anrichten könnten, begründete Herbert die freiheitliche Skepsis gegenüber der EU-Zwangsbeglückung mit den neuen Stromzählern.

Zudem ermöglichten diese Geräte aufgrund der umfassenden Aufzeichnung auch die Erstellung genauer Benutzerprofile über die Verbraucher- und Lebensgewohnheiten der Österreicher, die niemanden etwas angehen, betonte Herbert. Hier seien die Möglichkeiten des Missbrauches größer als der zu erwartende Nutzen, äußerte Herbert datenschutzrechtliche Bedenken. "Die intelligenten Stromzähler lassen hier die Verbraucher dumm aussehen", so Herbert.

Weiters sei auch die Frage ungeklärt, welche Kosten mit dieser Zählerumstellung verbunden seien und wer diese zu tragen habe. "Diese Kosten dürfen nicht zu Lasten des Konsumenten gehen", forderte Herbert eine Klärung diese offenen Kostenfragen von der Bundesregierung, noch vor der Umstellung der Haushalte. Zudem müssten die erforderlichen datenschutzrechtlichen Standards für die Konsumenten sicherstellt werden, so Herbert.

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