- 18.12.2013, 13:51:34
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Regierung beschert Transportbranche 8 bis 9% Erhöhung bei Mauttarifen
WKÖ-Moder: Alle Einwände der Wirtschaft wurden komplett ignoriert
Utl.: WKÖ-Moder: Alle Einwände der Wirtschaft wurden komplett
ignoriert =
Wien (OTS/PWK904) - Die nun veröffentlichte Mauttarifverordnung
2013 sorgt für massive Kritik aus der Branche. Mit 1.1.2014 wird die
fahrleistungsabhängige Maut in jeder Tarifklasse um bis zu 9%
steigen. "Eine solche Erhöhung ist inflationstreibend und wird
schlussendlich ganz Österreich treffen. Diesen enormen Kostenschub
kann die Transportbranche nicht allein tragen, wir sind daher
gezwungen, die höheren Kosten an die Konsumenten weiterzugeben. Der
Endverbraucher wird also einen Anteil am Road Pricing tragen müssen
", stellt Albert Moder, stellvertretender Fachverbandsobmann des
Güterbeförderungsgewerbes in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
unmissverständlich klar.
Die seit Sommer mit den Ministerien und der ASFINAG geführten
Verhandlungen bezeichnet Moder als "Farce": "Es drängt sich der
Verdacht auf, dass der Plan zur Tariferhöhung trotz der zunächst
signalisierten Gesprächsbereitschaft schon von Anfang festgestanden
haben muss." Denn die im Rahmen des Stellungnahmeprozesses
eingebrachten massiven Einwände der Wirtschaft habe die Regierung
negiert und mit der Tariferhöhung bewusst einen standortschädlichen
Schritt gesetzt.
Dies sei ein weiterer Schritt in Richtung Vertreibungspolitik der
Transportbranche ins Ausland. "Mittlerweile ist bereits jeder zweite
schwere LKW im Ausland angemeldet. Dass das Ausflaggen eines LKW der
Republik Österreich bis zu 50.000 Euro pro Fahrzeug und Jahr kostet,
scheint aber in den Berechnungen der Regierung keinen Eingang
gefunden zu haben", so der Branchensprecher.
Die neuen Mauttarife zeigten deutlich, dass der LKW zur
Querfinanzierung anderer Verkehrsträger herhalten müsse: "Der Staat
verwendet die Dividendenausschüttung der ASFINAG, die auf Kosten von
uns Transporteuren möglich ist, zum Stopfen der Budgetlöcher",
kritisiert Moder. (PM)
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