- 18.12.2013, 12:59:11
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NEOS: Umverteilungsapparat schreibt Armutsgefährdung fest
Sozialsprecher Gerald Loacker will Bürger_innengeld
Utl.: Sozialsprecher Gerald Loacker will Bürger_innengeld =
Wien (OTS) - NEOS Sozialsprecher Gerald Loacker kritisiert anlässlich
der Veröffentlichung der neuen EU-SILC Armutszahlen die
Armutsgefährdung in Österreich als hausgemachtes Problem.
Sozialstaatssystem und Sozialleistungen seien gut ausgebaut, aber
wenig treffsicher und verfestigen Armutsgefährdung. Loacker will die
Einführung eins Bürger_innengeldes.
"Österreich hat eine stolze sozialstaatliche Tradition.
Sozialleistungen helfen, wenn's brennt, sie unterstützen, wo
Arbeitslosigkeit und Krankheit vorhanden ist. Aber wir bewegen uns
auf einer Schieflage. Wie kann es sein, dass sich die
Armutsgefährdung in Österreich offensichtlich weiter verfestigt? Was
läuft da falsch? Wir haben einen riesigen Sozialversicherungsapparat
finanziert u.a. durch eine der höchsten Abgabenquoten in Europa.
Entweder verbraucht das Sozialsystem zu viel Geld im
Verwaltungsapparat oder die Leistungen daraus sind nicht treffsicher
genug", kritisiert Loacker.
Loacker fordert ein Umdenken in der neuen Regierung. Die
Sozialversicherungsträger sollen im Sinn der Transparenz und
Verwaltungsvereinfachung zusammengelegt werden. Darüber hinaus solle
durch die Einführung eines Bürger_innengeldes eine treffsichere und
effektive soziale Grundsicherung geschaffen werden.
"Österreich ist nicht arm - wir sind eines der reichsten Länder
Europas. Uns NEOS ist wichtig, dass alle jene eine Unterstützung
bekommen, die sie auch brauchen. Dafür müssen wir Sicherheit und
Effektivität im Sozialsystem schaffen, aber auch Anreize
sicherstellen, in Erwerbsarbeit zu kommen bzw. zu bleiben.
Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung hängen eng beieinander. Ein
Verstecken von arbeitssuchenden Menschen in Ausbildungskursen, die
ihnen nicht weiterhelfen, ist reine Kosmetik für die Statistik.
Ebenso ist das Fehlen von Ganztagsbetreuungseinrichtungen
problematisch - wie kann eine alleinerziehende Mutter einer
Beschäftigung nachgehen, wenn sie niemanden hat, der auf ihr Kind
aufpasst? Das sind hausgemachte Probleme im Sozialsystem, die
Armutsgefährdung festschreiben anstatt vermindern", schließt Loacker.
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