• 18.12.2013, 12:54:42
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Starkes Jahr für Forschung: Klima- und Energiefonds beschließt 30-Millionen-Förderpaket

Wien (OTS) -

- Energieeffizienz-Projekte entscheiden Löwenanteil für sich
- Weitere 2,2 Millionen Euro für neun Anschlussbahnprojekte
- Öffentlicher Verkehr im ländlichen Raum erhält zusätzlich 765.000
Euro

Eine ungebrochen starke Nachfrage gibt es beim Klima- und
Energiefonds für Förderungen im Bereich Energieforschung: Mit rund 22
Millionen Euro - und damit dank einer Mittelaufstockung fünf
Millionen mehr als zunächst vorgesehen - wurden durch das Präsidium
des Klima- und Energiefonds gestern 53 Projekte aus den Bereichen
Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, intelligente Netze und
Speicher zur Förderung beschlossen und zusätzliche acht Millionen
Euro für Leitprojekte, die je mehr als zwei Millionen Förderung
erhalten, reserviert.

Die zur Förderung Projekte aus dem Bereich Energieeffizienz zielen
vor allem darauf ab, den Energieverbrauch in der Industrie durch
neue, innovative Verfahren maßgeblich zu reduzieren. So ist die
Entwicklung von energieeffizienten Asphalten das konkrete Ziel eines
zur Förderung beschlossenen Projekts. Ein anderes Projekt wird
erproben, inwiefern das in Straßentunneln vorhandene
Geothermiepotenzial zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Und
auch im Bereich der LED-Technik wurden Projektanträge genehmigt: Hier
geht es etwa um die Weiterentwicklung von LED-Technologien für
Anwendungen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich.

Innovationsministerin Doris Bures: "Die Industrie ist zentral für
Beschäftigung und Investitionen in Österreich. Sie gehört zu den
energieeffizientesten weltweit und hat in der Vergangenheit bereits
sehr viel in emissionsmindernde Maßnahmen investiert. Weitere
Effizienzmaßnahmen sind eine große Herausforderung für die
Unternehmen. Genau hier setzen wir gemeinsam mit dem Klima- und
Energiefonds an - wir unterstützen Unternehmen dabei,
Forschungsaktivitäten punktgenau umzusetzen und rasch in die Praxis
zu überführen."

Projekte aus dem Bereich "Energieeffizienz" beanspruchen mit 40%
den größten Anteil am Fördertopf: Die Geschäftsführerin des Klima-
und Energiefonds Theresia Vogel: "Durch die Förderung dieser Projekte
zahlen wir ganz konkret auf das Ziel der neuen Bundesregierung - mehr
Effizienz - ein. Die Erstellung einer Roadmap Energieeffizienz war
daher auch ein ganz konkreter Teil unserer Ausschreibung.

Ein Konsortium von Energieinstitut an der JKU Linz und dem
Austrian Institut of Technologie hat sich durchgesetzt und kann im
Jänner 2014 mit der Arbeit beginnen."

Das Energieforschungsprogramm "e!Mission.at" hat seit seinem
Bestehen 2007 knapp 640 Projekte mit mehr als 200 Millionen
unterstützt und damit Investitionen von mehr als 380 Millionen Euro
ausgelöst. Die Ausschreibung 2013 war erneut stark überzeichnet: Mit
Einreichschluss Mitte September 2013 sind 181 Projekte eingelangt,
die in Summe 78 Millionen Euro Förderung beantragt haben. "Wir sehen,
dass unsere Förderstrategie hier klar aufgeht und wir für
Wissenschaft und Wirtschaft ein starker Partner sind", so Theresia
Vogel.

Weitere Förderbeschlüsse

Ebenso beschlossen wurden im Rahmen der gestrigen Sitzung 2,2 Mio.
Euro Förderung für neun Anschlussbahnprojekte und insgesamt 16
regionale Verkehrsprojekte im ländlichen Raum (Mikro-ÖV) erhalten
765.566 Euro Förderung.

Zwl.: Anschlussbahnen - 9 Projekte erhalten 2,2 Millionen Förderung

Der Klima- und Energiefonds fördert seit seinem Bestehen 2007
Anschlussbahn- und Terminalprojekte, die einen besonders hohen
Beitrag zur CO2-Emissionsreduktion leisten und Transporte von der
Straße auf die Schiene bringen. Bisher wurden 55 Projekte mit in
Summe knapp 47 Mio. Euro Förderbudget unterstützt. Das laut den
Verträgen vereinbarte CO2-Einsparungspotential über die gesamte
Laufzeit der Förderverträge - also bereits in den nächsten Jahren -
beträgt 2,633.558,5 Tonnen. Weitere neun Projekte kommen nun hinzu.
Eines davon ist die Erweiterung der Anschlussbahn Sappi/Gratkorn, die
mit knapp 157.000 Euro unterstützt wird.

Mikro-ÖV 2013: Bürgerbusse und Shuttleservice machen am Land
mobil

Aus rund 30 eingereichten Projekten hat die Jury des Klima- und
Energiefonds dem Präsidium 16 Projekte zur Förderung empfohlen: Die
Projekte werden in Summe mit rund 765.000 Euro gefördert. Konkret
gehen nun z.B. ein Bürgerbus in Sankt Georgen, gefördert mit 48.459
Euro, oder auch der Wipptalshuttle, eingereicht vom Planungsverband
Wipptal, gefördert mit 51.000 Euro, in die Umsetzung.
Mit dem Bürgerbus in Sankt Georgen werden zukünftig Schülertransporte
und Fahrtmöglichkeiten für ältere Personen realisiert werden können.
Ebenso soll "Essen auf Rädern" eingeführt werden.

Der Wipptalshuttle wird zukünftig die Region an Innsbruck anbinden
und als Taxidienst an den Wochenenden und während der Nachtstunden
arbeiten. "Unser Ziel ist es, dass Mobilität auch in kleineren
Gemeinden ohne eigenes Auto möglich ist. Das bedeutet
Lebensqualität", sagt Klima- und Energiefonds-Geschäftsführerin
Theresia Vogel.

Neu 2013 im Bereich Mikro-ÖV: Projekte zum Thema Carsharing.
Durchgesetzt hat sich hier das Projekt "Umsetzungsstrategie
alternativer Mobilitätsservices in Deutschfeistritz", eingereicht von
der Marktgemeinde Deutschfeistritz, gefördert mit 21.600 Euro. Ziel
des Projektes, das mit der Modellregion E-Mobilität Graz des Klima-
und Energiefonds kooperiert, soziales Car-Sharing - z.T. mit
E-Mobilität, in der Gemeinde zu etablieren.

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