- 18.12.2013, 11:16:32
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Initiative gegen Kirchenprivilegien: Protest gegen Angelobungsformel "So wahr mir Gott helfe"
Wien (OTS) - "Minister, die Politik und Religion nicht trennen
wollen, sind in einer Demokratie untragbar", sagt Christian Fiala von
der Initiative gegen Kirchenprivilegien. Stein des Anstoßes ist die
Angelobung von Innenministerin Mikl-Leiter, die ihrer
Angelobungsformel befremdlicherweise "so wahr mir Gott helfe"
beigefügt hat. Und der neue Agrarminister Andrä Rupprechter aus
Tirol schwor gar "so wahr mir Gott helfe und im Angesicht des
heiligen Herzen Jesu Christi" - ein klarer Bezug auf ein
fundamentalistisches katholisches Tiroler Verehrungsritual.
http://www.dibk.at/index.php?id=4231
Im Auftrag des Volkes, nicht religiöser Lobbys
"Die Trennung von Kirche und Staat ist ein grundlegender Pfeiler
unserer Demokratie wodurch die Bevormundung durch Religion und
Monarchie beendet wurde. Das Volk sollte von den gewählten Vertretern
erwarten dürfen, dass diese ihre Aufgaben im 21. Jahrhundert
evidenzbasiert und nicht religiös-esoterisch erledigen.
Dass bei einem so wichtigen Ereignis wie einer öffentlichen
Angelobung zwei konservative Minister sich nicht scheuen, seltsame
religiöse Bezüge herzustellen, zeigt, dass die Trennung von Kirche
und Staat hierzulande immer noch nicht vollzogen wurde", sagt Fiala.
"Demokratiepolitisch ist das ziemlich bedenklich. Amtspersonen, die
von der öffentlichen Hand finanziert werden, sollten sich dem Volk
und der Vernunft verbunden fühlen und nicht einer religiösen
Weltanschauung oder Religions-Lobby."
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