• 16.12.2013, 15:16:41
  • /
  • OTS0166 OTW0166

"Frau in der Wirtschaft" appelliert: Neue Bundesregierung muss wichtige Maßnahmen rasch angehen

Fürntrath-Moretti: "Es braucht u.a. flächendeckende Angebote für Kinderbetreuung, auch im ländlichen Raum und die Anpassung der Betreuungszeiten an Arbeitsrealitäten"

Utl.: Fürntrath-Moretti: "Es braucht u.a. flächendeckende Angebote
für Kinderbetreuung, auch im ländlichen Raum und die Anpassung
der Betreuungszeiten an Arbeitsrealitäten" =

Wien (OTS/PWK899) - Seit heute, Montag, knapp vor Mittag hat
Österreich eine neue Bundesregierung: Diese müsse rasch ins Handeln
und ins Umsetzen kommen, wünscht sich Adelheid Fürntrath-Moretti,
Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft" (FiW). "Natürlich
begrüßen wir die Vereinfachung und zusätzliche Flexibilisierung beim
Kinderbetreuungsgeld", zeigt sich Fürntrath-Moretti über die Pläne
der Regierung optimistisch. Wünschenswert sei die geplante Einführung
einer ExpertInnengruppe, die über einen Wegfall der Zuverdienst- und
die Einführung einer Arbeitszeitgrenze beraten wird. "Wichtig ist in
diesem Zusammenhang für uns als Unternehmerinnenvertretung, dass
diese Regelung dann auch für Selbstständige gilt", unterstreicht
Fürntrath-Moretti, Vertreterin der mehr als 100.000 Unternehmerinnen
in Österreich.

Dennoch, vieles sei hier noch zu tun. "Es ist längst an der Zeit,
den österreichischen Familien passende Lösungen bei der
Kinderbetreuung zu bieten, um den Eltern und vor allem Müttern einen
machbaren Alltag mit Beruf und Familie zu ermöglichen", fordert
Fürntrath-Moretti die neue Bundesregierung rasch zu weiteren
Maßnahmen auf.

"Es braucht flächendeckende Angebote für Kinderbetreuung, auch im
ländlichen Raum. Und es gilt, die Betreuungszeiten den
Arbeitsrealitäten anzupassen." Weiters soll es künftig unkompliziert
möglich sein, dass Elternteile ihre Kinder wahlweise in der Gemeinde
des Unternehmensstandorts oder in der Wohngemeinde betreuen lassen
können. Und last but not least brauche es, so Fürntrath-Moretti,
zusätzlich zu den erweiterten Öffnungszeiten auch die Unterstützung
von individuellen und flexiblen Lösungen: "Denn mehr als eine Drittel
der Unternehmerinnen arbeitet an den Wochenenden: "Frau in der
Wirtschaft" tritt daher dafür ein, das Alter für die Absetzbarkeit
von Kinderbetreuungskosten von 10 auf 14 Jahre auszuweiten."

Im Zusammenhang mit dem Thema Frauenpensionsalter kritisiert
Fürntrath-Moretti: "Hier hat die Regierung zwar positive Pläne
vorgelegt, dennoch sind diese zu wenig ambitioniert". Hier hätte sie
sich mehr erwartet, wie etwa konkrete Maßnahmen zu einer rascheren
Angleichung des Frauenpensionsalters an das der Männer. "Das
niedrigere Frauenpensionsalter schadet den Frauen - diese
Karrierebremse führt zu niedrigerem Einkommen und niedrigeren
Pensionen." Fürntrath-Moretti plädiert daher dafür, dass das
Frauenpensionsalter wesentlich rascher als vorgesehen an das der
Männer angeglichen wird." Kritik übt die FiW-Bundesvorsitzende an
geplanten steuerlichen Belastungen - etwa Verschlechterungen bei der
Gruppenbesteuerung oder beim Gewinnfreibetrag: Das trifft die
heimischen Betriebe massiv", so Fürntrath-Moretti abschließend. (JR)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel