Regierungsprogramm: BIO AUSTRIA begrüßt Ziel, Bio-Landwirtschaft zu stärken

Obmann Rudi Vierbauch sieht klaren Auftrag für ambitioniertes Agrar-Umweltprogramm.

Wien (OTS) - In einer ersten Stellungnahme kommentiert BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch das Regierungsprogramm für die kommende Legislaturperiode: "Im Regierungsprogramm der Koalition ist die Stärkung der biologischen Landwirtschaft als Ziel der Agrarpolitik verankert. Dies ist ein klarer Auftrag insbesondere das Agrar-Umweltprogramm konsequent auf eine wachsende Zahl der biologisch wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern auszurichten. Wir begrüßen ausdrücklich die Sicherstellung der Finanzierung des Agrar-Umweltprogramms unter anderem durch die nationale Kofinanzierung von 50 Prozent. Eine erst vor wenigen Tagen von BIO AUSTRIA vorgestellte Studie hat gezeigt, dass ein ambitioniertes Agrar-Umweltprogramm mit Bio als Speerspitze durch Umweltleistungen und reduzierte Agrar-Folgekosten einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen stiftet."

Vierbauch weiter: "Kritisch sehen wir die langsame Einführung einheitlicher Betriebsprämien. Damit wird ein die Bio-Landwirtschaft benachteiligendes System erst 2019 abgeschafft. Für die angestrebte Aufstockung der Mittel zur Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe (Investitionsförderungen) muss jedenfalls sichergestellt werden, dass damit Produktivität und ökologische Nachhaltigkeit gleichermaßen gefördert werden und eine Schwerpunktsetzung auf tierfreundliche Haltungssysteme und Energieautarkie landwirtschaftlicher Betriebe erfolgt. Denn nur dadurch können derzeitige Defizite und zukünftige Herausforderungen bewältigt sowie die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft sichergestellt werden. Der Bio-Bonus im Rahmen der Investitionsförderung in der Höhe von fünf Prozent reicht jedoch bei weitem nicht aus, die Mehrkosten, die durch die erhöhten Anforderungen für bauliche Maßnahmen in der Bio-Tierhaltung entstehen, entsprechend abzudecken. Hier wäre eine Erhöhung dringend notwendig. Der geplante Ausbau bestehender Versicherungssysteme zu einer Ernteversicherung darf keinesfalls mit Mitteln aus dem Programm für Ländliche Entwicklung erfolgen, da dies mit erheblichen Kürzungen im Bereich der Umweltmaßnahmen verbunden wäre. Das würde die Effizienz und den Erfolg des österreichischen Umweltprogramms deutlich gefährden."

Rückfragen & Kontakt:

Eva Straka, Pressesprecherin BIO AUSTRIA
Tel.: +43/676/842 214 214
eva.straka@bio-austria.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BLB0001