• 13.12.2013, 11:42:50
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Regierungsprogramm: BIO AUSTRIA begrüßt Ziel, Bio-Landwirtschaft zu stärken

Obmann Rudi Vierbauch sieht klaren Auftrag für ambitioniertes Agrar-Umweltprogramm.

Utl.: Obmann Rudi Vierbauch sieht klaren Auftrag für ambitioniertes
Agrar-Umweltprogramm. =

Wien (OTS) - In einer ersten Stellungnahme kommentiert BIO AUSTRIA
Obmann Rudi Vierbauch das Regierungsprogramm für die kommende
Legislaturperiode: "Im Regierungsprogramm der Koalition ist die
Stärkung der biologischen Landwirtschaft als Ziel der Agrarpolitik
verankert. Dies ist ein klarer Auftrag insbesondere das
Agrar-Umweltprogramm konsequent auf eine wachsende Zahl der
biologisch wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern auszurichten. Wir
begrüßen ausdrücklich die Sicherstellung der Finanzierung des
Agrar-Umweltprogramms unter anderem durch die nationale
Kofinanzierung von 50 Prozent. Eine erst vor wenigen Tagen von BIO
AUSTRIA vorgestellte Studie hat gezeigt, dass ein ambitioniertes
Agrar-Umweltprogramm mit Bio als Speerspitze durch Umweltleistungen
und reduzierte Agrar-Folgekosten einen hohen volkswirtschaftlichen
Nutzen stiftet."

Vierbauch weiter: "Kritisch sehen wir die langsame Einführung
einheitlicher Betriebsprämien. Damit wird ein die Bio-Landwirtschaft
benachteiligendes System erst 2019 abgeschafft. Für die angestrebte
Aufstockung der Mittel zur Modernisierung landwirtschaftlicher
Betriebe (Investitionsförderungen) muss jedenfalls sichergestellt
werden, dass damit Produktivität und ökologische Nachhaltigkeit
gleichermaßen gefördert werden und eine Schwerpunktsetzung auf
tierfreundliche Haltungssysteme und Energieautarkie
landwirtschaftlicher Betriebe erfolgt. Denn nur dadurch können
derzeitige Defizite und zukünftige Herausforderungen bewältigt sowie
die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft sichergestellt
werden. Der Bio-Bonus im Rahmen der Investitionsförderung in der Höhe
von fünf Prozent reicht jedoch bei weitem nicht aus, die Mehrkosten,
die durch die erhöhten Anforderungen für bauliche Maßnahmen in der
Bio-Tierhaltung entstehen, entsprechend abzudecken. Hier wäre eine
Erhöhung dringend notwendig. Der geplante Ausbau bestehender
Versicherungssysteme zu einer Ernteversicherung darf keinesfalls mit
Mitteln aus dem Programm für Ländliche Entwicklung erfolgen, da dies
mit erheblichen Kürzungen im Bereich der Umweltmaßnahmen verbunden
wäre. Das würde die Effizienz und den Erfolg des österreichischen
Umweltprogramms deutlich gefährden."

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