- 13.12.2013, 11:30:14
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Tourismuswirtschaft begrüßt Verankerung wichtiger Ziele im Regierungsprogramm
Schenner: Wesentliche Forderungen der Branche wurden aufgenommen - Einbindung in Internationalisierungsstrategie
Utl.: Schenner: Wesentliche Forderungen der Branche wurden
aufgenommen - Einbindung in Internationalisierungsstrategie =
Wien (OTS/PWK893) - Das seit gestern Abend vorliegende geplante
Programm der SPÖ-ÖVP Bundesregierung für die Legislaturperiode
2013-2018 enthält eine maßgebliche Einbindung des Tourismus. "Ein
zukunftsweisender Schritt", kommentiert der Obmann der Bundessparte
Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer
Österreich, Hans Schenner, die Integration des Tourismus in die
Internationalisierungsstrategie des Bundes. Wie im Kapitel Wachstum
ausgeführt, soll Österreich mit Zukunftsinvestitionen seine führende
Position in den Top Industrie- und Dienstleistungsstandorten der Welt
sichern. Als Dienstleistungsindustrie ist nun die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft direkt eingebunden. "Damit sind wir untrennbar mit
der Gesamtstrategie zur Exportorientierung und Internationalisierung
verbunden. Ein historisches Ergebnis für die heimische
Tourismuswirtschaft und ihre 90.000 Betriebe", analysiert Schenner.
Günstige Tourismuskredite durch Haftungen abgesichert
Die Zielsetzung, die Nächtigungszahlen von 131 Millionen (2012) auf
140 Millionen bis 2018 zu steigern, ist im Kapitel Wachstum dezidiert
fest geschrieben. "Dabei geht es aber weniger um die nackte Zahl,
sondern um all die Maßnahmen, die seitens der Regierung getroffen
werden, um dieses (Über-)Ziel zu erreichen. Davon wird die gesamte
Tourismuswirtschaft profitieren," so Schenner.
Was die Kompetenzen des Bundes betrifft, so sind die finanzielle
Ausstattung der Österreich Werbung (ÖW) und der finanzielle
Spielraum, der für die Tourismusförderung des Bundes zuständigen
Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), konkret genannt.
Schenner: "Mir ist bewusst, dass es im Moment wenig zu verteilen
gibt, aber ich erwarte mir entsprechende Maßnahmen innerhalb der
kommenden Legislaturperiode, um das Budget der ÖW auf einen
Zukunftspfad zu lenken."
Ein sensationeller Erfolg ist das Bekenntnis des Bundes, die Hälfte
des Haftungsvolumens für Tourismuskredite, das sind 250 von 500 Mio.
Euro, für Refinanzierungen bei der Europäischen Investitionsbank
(EIB) zur Verfügung zu stellen. "Damit werden die günstigen
Tourismuskredite auf lange Sicht abgesichert, ohne dass es den
österreichischen Steuerzahlern etwas kostet", zeigt sich Schenner
erfreut.
Positiv ist auch die Erwähnung der VISA-Thematik, um unseren Gästen
aus aller Welt die Einreise so einfach wie möglich zu gestalten.
Ebenso klar ersichtlich ist, dass die Errichtung einer "Nation Brand
Agency" im Wirtschaftsministerium zur Bildung einer "Marke
Österreich" nun untrennbar mit dem Tourismus verbunden ist. Dazu
Tourismusobmann Schenner: "Hier erwarte ich mir, dass alle
Landestourismusorganisationen das Logo der Österreich Werbung in ihre
Sujets aufnehmen, so wie es die Wien Werbung, die Kärnten Werbung
oder einzelne Regionen wie Zillertal-Tourismus schon erfolgreich
vorgezeigt haben.
Rahmenbedingungen verbessern - Top Positionen halten
Im Kapitel "Zukunft Ländlicher Raum" ist festgehalten, dass die
Rahmenbedingungen zur Erhaltung und Attraktivierung für Klein- und
Mittelbetriebe, insbesondere in den Bereichen Gewerbe, Tourismus und
Land- und Forstwirtschaft nachhaltig verbessert werden sollen. Der
Schwerpunkt der Forschungs- und Innovationspolitik soll auf die
Stärkefelder des ländlichen Raumes wie Land- und Forstwirtschaft,
Lebensmittelproduktion, Weinwirtschaft, Energieproduktion, Tourismus
und neue Dienstleistungen (mobile Services) gelegt werden. Hans
Schenner begrüßt die Anerkennung der Politik: "Tourismus- und
Freizeitwirtschaft ist ein wesentlicher Faktor für den Erhalt und die
Weiterentwicklung des Ländlichen Raumes."
Das Ziel, das Gesundheitswesen als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber
noch stärker zu nutzen soll u.a. durch die Verbesserung der
Bedingungen für die Gesundheitswirtschaft und Initiativen im
Gesundheitstourismus erreicht werden. Dazu wird es notwendig sein,
die privaten Kranken- und Kurheilanstalten, also die
Gesundheitsbetriebe, in dieser Wachstums- und Investitionsstrategie
zu berücksichtigen.
"Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist als wesentlicher
Wirtschaftsfaktor im Wachstumsprogramm der Bundesregierung
positioniert. Wir haben damit unser wichtigstes Anliegen
durchgebracht", fasst Schenner zusammen. "Damit soll es gelingen,
einen Top-Platz (dzt. Platz 3) im Ranking des World Economic Forums
der wettbewerbsfähigsten Tourismusdestinationen zu erhalten", so
Schenner abschließend.
Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für
über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie,
Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und
Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5.
Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von
Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet
eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das
sind mehr als 15 Prozent des BIP. (PM/ES)
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